Ameisenhaltung

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Formicarien - Besucherformicarien

An dieser Stelle werden verschiedene Formicarien- bzw. Nest-Typen beschrieben. Du kannst Dir auch verschiedene Beispiele von Besuchern ansehen oder Dein eigenes Formicarium vorstellen.

Insel-Formicarium mit Farm von Ares, ares-at-ameisenforum.info
In meinem Formicarium lebt eine Kolonie "Formica (Serviformica) fusca", die Schwarze Sklavenameise.

Hauptbestandteil ist ein 60x30x30 Aquarium. Dort hinein habe ich eine Plastikwanne gestellt. Die gab's im Baumarkt für ca. 4 € zu kaufen. Normalerweise dient sie als Untersetzer für einen großen Blumenkasten, hier stellt sie jedoch die Insel dar.


Außen und am Rand ist die Plastikwanne mit Sand beklebt. Dazu habe ich Acryl-Lack aus einer Spraydose aufgetragen, feinen Sand darüber gestreut und wieder gesprüht. Nach mehreren dieser Arbeitsgänge wird das schnöde Plastik von einem Sandmantel überdeckt. Doch der Hauptgrund sind die Ameisen: sie können auf dem Plastikuntergrund leicht abrutschen und ins Wasser fallen. Mit einer glatten Oberfläche würden sie auch kaum wieder an Land kommen. Mit dem Sandmantel jedoch können sie sich am Rand festhalten und ausgiebig überlegen, ob sie schwimmen wollen oder nicht. Bisher hatte ich mit dieser Methode noch kein einziges Flutopfer. :))


Gefüllt ist die Plastikwanne unten mit einer Schicht Tongranulat, das überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen soll. Darüber ist Vogelsand, der - trocken - nicht zum Graben für die Ameisen geeignet ist. Das sollen sie in der Ameisenfarm tun. Machen sie ja auch. Etwa 30 Arbeiter und eine Königin tummeln sich darin und pflegen zur Zeit ca. 20 Eier. Die Rückseite der Farm ist mit roter Folie beklebt. Mit Hilfe des Thermometers und des Hygrometers in der hinteren linken Ecke des Aquariums kann ich die Bedingungen überwachen. Im Durchschnitt herrschen im Inneren 20°C bei 75% rel. Luftfeuchtigkeit.


Unten links sieht man einen Stein, der als Futterplatz dient. In dem kleinen Smarties-Deckel ist ein Erdbeerstückchen - mit Zucker beträufelt, etwas Wasser darauf und die Kleinen waren ganz wild danach. Der kleine Baum rechts ist eine Gnomfichte (Picea abies). Ich habe sie in eine flache Tonschale gepflanzt und die Erde mit Marmorkies abgedeckt, so dass auch hier das Graben unmöglich ist.


Für das nötige Licht sorgt eine Pflanzlampe, die etwa 50 cm über dem Formicarium angebracht ist. Durch eine Zeitschaltuhr leuchtet sie von 9:00 bis 18:00 Uhr mit 2 Pausen zu je einer Stunde. Im Hochsommer werde ich sicher noch eine dritte Phase von 19:00 bis 21:00 Uhr schalten. Abends wird dort eine Lampe mit rotem Licht eingeschraubt, so dass ich die nachtaktiven Servis gut beobachten kann ohne sie selbst zu stören.


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