@ chrizzy und LifeStyler:
Dass Pheromone Botenstoffe sind, die der biochemischen Kommunikation innerhalb einer Spezies dienen, habe ich auch gelesen (Wikipedia). Allerdings scheint es etwas komplizierter zu sein: Wie soll denn eine Königin einer temporär sozialparasiten Art in das Nest der Wirtsart eindringen, ohne sofort von der "Passkontrolle" als Feind erkannt zu werden. Lt. Seifert ist davon auszugehen, dass eine Parasitenköniginnen über Pheromonsysteme verfügt, die die Wirtsameisen dazu veranlassen, die eindringende Königin weniger anzugreifen. Hier ein Beispiel:
ZitatSeifert 2007, Seite 43:
... Zum anderen können als verwirrende "Propagandasubstanzen" wirkende Pheromonsysteme angewandt werden. Die Königin von Leptothorax kutteri benutzt beim Eindringen in die Kolonie von Leptothorax acervorum ein in der Dufour-Drüse ihres Hinterleibes gebildetes Pheromon, welches sie mit schnellen Hinterleibsbewegungen auf die Körperoberfläche der Wirtsarbeiterinnen aufträgt. Die Folge ist, dass die L. acervorum Arbeiterinnen einander heftig angreifen. ...
Ebenso geben Bläulingsraupen[PDF link] neben ihren zuckerhaltigen Ausscheidungen Pheromone ab, die die Ameisen dazu veranlassen, sie in ihr Nest zu tragen.
@ SchrOEder:
Erst einmal ein herzliches Willkommen im AmeisenCafe. Bei Ameisen spricht man vom Schwärmen, wenn eine Kolonie männliche und weibliche Geschlechtstiere produziert, die dann ausfliegen, um sich im Hochzeitsflug zu vereinigen. Ein Aussetzen der Geschlechtstiere im Garten ist nur angesagt, wenn das Volk aus der unmittelbaren Umgebung stammt. Stammen deine Ameisen von einem Shop, sollte man dies wegen der Faunenverfälschung auf keinen Fall tun. Man spricht dann von "Intraspezifischer Homogenisierung". Nachzulesen hier: Infektionsgefahr durch exotische Ameisen