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Ameisenhaltung

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Tipps und Hinweise zur Ameisenhaltung

Auswahl: Vorüberlegungen | Einsteiger-Arten | Überwinterung

Vorüberlegungen

Woran muss ich denken?

Ameisen zu halten ist sehr interessant und macht großen Spaß. Dennoch nimmt es viel Zeit in Anspruch und erfordert eine große Verantwortung, die kleinen Tiere artgerecht zu pflegen. Im Allgemeinen ist die Ameisenhaltung ein sehr preiswertes und einfaches Hobby, wenn man sich nicht gerade sehr teure, exotische Arten kauft, die zudem noch sehr schwer zu halten und sogar gefährlich sein können, wenn sie aus dem Formicarium entkommen.

Nachfolgend sind die wichtigsten Dinge aufgelistet, die Du kennen musst, bevor Du beginnst:

Der Stellplatz des Formicariums

Zuerst benötigst Du den richtigen Platz, wo das Formicarium aufgestellt werden soll. Dieser sollte so gewählt werden, dass die Tiere möglichst weit weg von Fernsehapparaten, PCs, Stereoanlagen oder sonstigen „Lärmproduzenten“ aufgehoben sind, da sie durch die Erschütterungen erheblich gestört werden.

Weiterhin dürfen die Ameisen auf keinen Fall im direkten Sonnenlicht gehalten werden. Zumindest das Nest sollte sich im Schatten befinden, da es sonst im Sommer leicht zur Überhitzung und Austrocknung kommen kann. Andererseits ist es aber gar nicht so schlecht, die Arena oder wenigstens einen Teil davon von der Sonne bestrahlen zu lassen, da viele Arten ihre Larven in die "warme Sonne“ bringen, damit diese sich schneller entwickeln.

Weiterhin solltest Du bei der Wahl des Stellplatzes auch die Größe und den Typ Deines zukünftigen Formicariums berücksichtigen.
Ein paar Typen findest Du mit einer kurzen Beschreibung auf der Seite Formicarien.

Die Feuchtigkeit im Nest

Ein ebenfalls sehr wichtiger Faktor bei der Ameisenhaltung ist die Feuchtigkeit im Nest. Ameisen können längere Zeit ohne Nahrung auskommen, sterben aber schnell, wenn es ihnen zu trocken wird (je nach Art unterschiedlich).

Je nach Formicarium gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Nest angemessen zu befeuchten. Beim Ytong-Nest ist es Gang und Gebe, einen „Wassergraben“ auf der Oberseite des Steins anzulegen, der regelmäßig mit Wasser aufgefüllt wird.
Auch die Arena kann – muss aber nicht unbedingt – befeuchtet werden. Dafür eignet sich am besten eine Sprühflasche (zum Beispiel für Blumen), mit dem die Arena leicht benetzt wird.
ACHTUNG: Auch im Winter darf das Nest nicht austrocknen!

Die Temperatur

Die Temperatur spielt zumindest bei einheimischen Arten eine etwas untergeordnete Rolle. Du brauchst keine Extraheizung – die Zimmertemperatur genügt.
Im Winter, am besten von Ende Oktober bis Anfang März, wird das Formicarium an einen kühlen Platz gestellt, damit die Ameisen ihre benötigte Winterruhe bekommen. Nähere Infos zur Überwinterung findest Du auf der Seite Überwinterung.

Bei exotischen Arten ist es ratsam, sich über die Temperatur- (und auch Feuchtigkeits-) verhältnisse deren Herkunftsort zu informieren und diese nachzuahmen.

Die Nahrung

Im Großen und Ganzen sind Ameisen Allesfresser. Um herauszufinden, was Deine Ameisen fressen, probiere verschiedene „Lebensmittel“ aus: frisch getötete Fliegen, Regenwürmer, Maden…
Alle möglichen Arten von Insekten können angeboten werden.

Weiterhin kannst Du probieren, ihnen einige Samen zu geben, denn es gibt auch Arten (die Ernteameisen), die daraus das so genannte Ameisenbrot herstellen.
Die am weitesten verbreitete Nahrungsquelle in Gefangenschaft ist für die Ameisen das Honigwasser. Dafür gibt es unzählige Rezepte. Einige sogar mit Extramineralien und -vitaminen. Das einfachste und wirkungsvollste Rezept: Mische einen Teil Honig, einen Teil Wasser.

Über den Honig erhalten Deine Schützlinge auch Vitamine und Mineralien. Aber auch Eiweiße sind für eine gute Kolonieentwicklung unabdingbar. Darum musst Du ab und zu auch ein paar Insekten verfüttern!
Eine weitere, weitaus naturgetreuere Methode ist es, den Ameisen Blattläuse zum Melken anzubieten. Dazu kannst Du eine Pflanze in einen Blumentopf setzen und diesen mit feinen Steinen abdecken, sodass die Ameisen dort nicht graben können. Anschließend werden einige Blattläuse auf die Pflanze gesetzt (wenn sie nicht schon vorher befallen war). Nun können die Ameisen regelmäßig die Läuse besuchen und melken (nicht alle Ameisenarten benutzen Blattläuse für diese Form der Nahrungsbeschaffung!).


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