Da hin- und wieder auch etwas zur Überwinterung von P. pallidula gefragt wird, hier eine Information aus dem französischen Forum:
"P. pallidula hat keinen Jahreszyklus mit obligatorischer Diapause; es ist eine Ameise, die sich an eine ganzjährig ziemlich hohe Temperatur anpassen kann ("Küchenameise"). Sie sind sehr robust. Ihr könnt sie herausnehmen (aus der Überwinterung), wann Ihr wollt."
Das stammt von Prof. Dr. Henri Cagniant, einem bekannten Ameisenforscher, ehemals Universität Toulouse (jetzt im Ruhestand). Die gute Nachricht: P. pallidula braucht also keine Winterruhe bei abgesenkter Temperatur.
Die bedenkliche Nachricht ist die Begründung: In Frankreich und Spanien ist sie eine lästige Hausameise! Auch in Deutschland wurde sie schon als Hausameise nachgewiesen.
Im Freien kann sie wohl nur im Sommer überleben (s. u., Ergänzung!). Jedoch ist bekannt, dass sich freigekommene Völker zum Herbst hin auch in Nachbarhäuser zurückziehen können. Von Wohnblocks etc. mal ganz zu schweigen, wo sie sich ganz genau so wie die Pharaoameise (Monomorium pharaonis) verhalten. Inbesondere unbestimmte oder falsch bestimmte Pheidole Arten können sich als Pest Ants herausstellen, siehe auch dieses Beispiel eines Pheidole-Befalls im Wohnhaus.
Ergänzung: Hier wird von einem offenbar bereits mehrjährigen Vorkommen im Freiland, in der Pfalz, berichtet. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Superkolonie. Die Tiere dringen auch in die angrenzenden Wohnungen ein.
Aufgrund der Risiken sollte man sich die Anschaffung von Pheidole pallidula genauestens überlegen und besonders sorgfältig auf einen sicheren Ausbruchschutz achten, P. pallidula gilt als Ausbruchsspezialist.