Beiträge von Bine

    Reagenzglas abdunkeln und leicht beheizen, das Nest nicht beheizen, nicht befeuchten und nicht abdunkeln.

    Gegen November in einen Raum, der die Winterruhe Temperatur hat. Wenn sie nicht umzieht das Nest weiter befeuchten und wieder abdunkeln. Wasser und Körner sollten sie immer haben.

    Mit Heizmatte immer nur teilweise beheizen, so dass sie ihren Wohlfühlbereich wählen und bei Bedarf ausweichen können.


    Zum messen der richtige Temperatur eignen sich Digitalthermometer, den Fühler dann zwischen Heizmatte und Glas.

    Überhitzung ist bei kompletter Beheizung und falscher Messung möglich.

    Am besten wäre es die Kolonie wieder ins Reagenzglas zu bekommen. Wärme, Feuchtigkeit und Dunkelheit können den Umzug begünstigen, während die Farm die Attraktivitäten nicht mehr hat. Kleine Kolonien entwickeln sich im Reagenzglas oft viel besser, zu schnell im Nest bekommen sie die Versorgung oft nicht so gut hin und es kommt zu Komplikationen.

    Dein Fachmann der sie bestimmt hat war ein Myrmekologe, oder? Jemand hat von der falschen Bestimmung und wie er sie bestimmt hat auf dem "Ameisen an die Macht" Discord erzählt, nebenbei als es um Bestimmung ging. Als du hier geschrieben hast, hab ich mich direkt erinnert. Wäre ein großer Zufall, wenn es noch so einen Fall gibt. Er hätte dir bestimmt noch Infos gegeben, wenn ihm da mehr bekannt wäre.

    Bei Google Scholar findet man mitunter noch interessante Informationen und Studien, wenn es welche gibt.

    Ich habe mir mal den Inkubator/Ameisenkühlschrank vom Antstore angesehen, weil mir Bedenken wegen des Platzes gekommen sind, wenn die Ameisen bei 15 Grad weiter aktiv sind. In der Beschreibung wird dann auch die Möglichkeit für die einheimische Winterruhe hervorgehoben. Bei denen kann man die Nester bedenkenlos abklemmen, weil sie inaktiver sind.

    Die Arena mit Reagenzglas dürfte bei dir erstmal noch gut reinpassen.

    Messor wachsen oft im ersten Jahr schon auf tausend an. Der Inkubator würde dann schnell zu klein werden.

    Das Seil im Schlauch zum Nest ist eine gute Idee. Mal sehen ob es ausreicht. Sonst flacher verlegen. Vor allem die Königin hat Probleme mit Steigungen im Vergleich zu manch anderen Arten.

    Einheimische füttert man in der Winterruhe nicht. Südeuropäische wie Messor barbarus sind bei 15 Grad ja weiter aktiv und brauchen daher auch Nahrung. Körner und Wasser sollten sie immer zur Verfügung haben. Meine große Kolonie hat auch Insekten angenommen, wenn auch weniger.

    Ich hatte auch ein Starterset vom Antstore. Als das Reagenzglas gut gefüllt war, sind sie umgezogen. Ich habe auch erst das eine Nest angeboten. Teilweise befeuchtet können sie im trockenen Körner lagern.

    Umzug fördern kann Wärme, Dunkelheit und Feuchtigkeit, während das Reagenzglas die Attraktivitäten nicht mehr hat. Aber das nur als Tipp für später. Zu kleine Kolonien in Nestern, bekommen die Versorgung oft nicht ausreichend hin, da gibt es meist mehr Komplikationen als im Reagenzglas.

    Joar, eventuell schafft sie es noch vor der Winterruhe von Eiern zu Larven. Sonst nächstes Jahr. Larven überstehen die Winterruhe gut bzw. überwintern die meisten Arten damit.

    Ist ganz gut, wenn so eine kleine Kolonie nicht zu früh ins Nest zieht. Das Reagenzglas bietet gute Bedingungen um heranwachsen zu können. Wenn zu kleine Kolonien zu schnell in größere Nester ziehen, liest man oft von Komplikationen.

    Zum Abdecken des Reagenzglases kann man zum Beispiel ein Pappdach machen oder manche nehmen auch eine halbe Klopapierrolle.

    Vielleicht bringt die Dunkelheit auch schon die nötige Ruhe für die Königin Eier zu legen.

    Bei den Körnern kannst du Abwechslung anbieten. In der Bio-Supermarktabteilung gibt es eine gute Auswahl. Auch günstiger als vom Antstore. Kleineren Kolonien kann man größere Körner auch zerdrücken.


    Kleine Körnern wie Chia, Grassamen und Quinoa eignen sich für den Anfang gut.

    Klingt soweit gut, auch gut informiert. Wie viele Arbeiterinnen sind es? Weiß du ob der Verkäufer die Winterruhe eingehalten hat. Probleme in der Entwicklung können am Auslassen der Winterruhe liegen.


    Möglicherweise bringt die Winterruhe dann nochmal den Impuls wieder Eier zu legen im Frühjahr. Manchmal hat man aber auch einfach Pech und eine nicht so fite Königin erwischt, mit der nächsten läuft es dann besser.

    Zitat von einem Biologen vom "Ameisen an die Macht" Discord:

    "Zum Thema Rotblindheit bei Ameisen gibt es recht viel Literatur. Die Spektralsensivität unterscheidet sich bei Arten. Während bei einigen Arten eine Rotblindheit bereits (praktisch) nachgewiesen wurde (maximale Sensitivität bei unter 500nm), wurde auf andere Arten bereits ein Effekt festgestellt (z. B. bei Lasius niger, Link unten.

    Am nächsten an den Infrarotbereich kommen einige Cataglyphis spp. (die im Gegensatz zu den meisten Ameisenarten sogar Trichromaten seien könnten) mit ihrem dritten Sensitivitätspeak, wobei bei keiner Art ein Sensitivitätsmaximum von über 700nm nachgewiesen wurde. Wenn also einige Arten noch für den Infrarotbereich sensitiv seien sollten, wäre diese Sensitivität entsprechend gering. Bei Versuchsaufbauen wurde ein möglicher Effekt in der Literatur daher meist vernachlässigt."


    The influence of red light on the aggregation of two castes of the ant, Lasius niger - PubMed
    Insects are generally described as essentially blind to red wavelengths but sensitive to ultraviolet. Therefore, ants are generally reared in nests where…
    www.ncbi.nlm.nih.gov