Beiträge von Lord Helmchen

    Hallo Zusammen


    Also mit der Zugabe von Puppen würde ich vorsichtig sein, wie Pi.Ag3 bereits geschrieben hat ist die Gefahr da, dass du Geschlechtstier Puppen dazu gibst und dass wäre kontraproduktiv. Zudem ist nicht garantiert, dass sie die Puppen annimmt, gerade Lasius niger machen da oft Probleme (ist meine Erfahrung mit 5 Kolonien, welche ich gepusht habe).


    Lass sie RUHIG i einem RG und stell ihr vielleicht etwas Proteinreiches an Nahrung an und vor allem, beherrsche deine Neugier. Ich weiss man will immer wieder nachschauen, ob sich da etwas getan hat und Eier vorhanden sind, aber dies bedeutet immer eine Störung für die Königin.


    @ Sam
    Puppen entnehme ich, nach Möglichkeit von anderen Kolonien, welche ich halte, oder von einem Kollegen. Ansonsten muss man halt buddeln gehen. Dabei kann man vorsichtig vor gehen und muss nicht gleich das ganze Nest umgraben. Die Zugabe von Artfremden Puppen wird ziemlich sicher in die Hose gehen. Die Königin wird diese wohl kau annehmen und/oder selber fressen. Dies hätte den einigen "positiven" Effekt, dass sie dann gleich ordentlich Proteine aufgenommen hat. Aber versuch es besser nicht, es ist sicherlich schlecht für beide Seiten (Puppe und Königin)


    LG Lord Helmchen

    Hallo Brockentv


    Wenn du die Gynen nicht wieder einwinterst und sie dann trennst, musst du wohl erst mal warten. In der Haltung führt die Gründung durch Pleometrose bei monogynen Arten jedoch nur zu Nachteilen, nicht selten zum Verlust aller Gynen und somit der Kolonie! Polygyne Arten in Plemetrose gründen zu lassen kann hingegen durchaus sinnvoll sein. Mein Tipp, wintere sie wieder ein und trenn sie.


    2 Lasius niger Kolonien in einer Arena zu halten wird sicherlich in einem Gemetzel enden (ausser du hast ne Riiiiiiiiieeeeeeeeesen Arena). Arbeiterinnen nach bestellen und zu einer bestehender Kolonie hinzu geben wird leider nicht klappen. Bei L.niger schon gar nicht, die Tiere werden sich nur gegenseitig töten.


    LG Lord Helmchen




    Cataglyphis bombycina
    Nahrung: Haupsächlich frisch gestorbene Insekten.
    Verbreitung: In den Nördlichen Hitzezonen der Sahara
    Aussehen
    Gyne 1.2-1.5 cm gross
    Arbeiterinnen: 0.7-1.3cm
    Soldatinnen: 1.0-1.6cm


    Cataglyphis bombycina ist ausschliesslich in den Nördlichen Zonen der Sahara an zu treffen, dort legen sie im Sand, oder harten Lehm, ihre unterirdischen Nester an. Das Typische an diesen Ameisen ist ihr silberner Glanz. Wenn man vor Ort ist, sieht man plötzlich einen silber glänzenden Punkt in komischen zickzack Linien umher flitzen. Beim näheren Betrachten, erkennt man, dass es sich um Cataglyphis bombycina handelt. Die Tiere sind wärend der wärmsten Zeit des Tages unterwegs. Die meisen anderen Tiere verstecken sich bei dieser Hitze im Boden. Aber die Cataglyphis bombycinas rennen mit unglaublicher Geschwindigkeit umher. Für die Orientierung nutzen sie die Polarisation der Sonne und zusätzlich können sie auch die jeweilige Distanz zwischen zwei Halten "errechnen" . Es ist nähmlich interessant zu beobachten, wie sie sich beim Verlassen des Nestes drehen, dann laufen sie extrem schnell ein Stück, drehen sich wieder, laufen ein Stück in eine etwas andere Richtung und drehen sich wieder, biss dass sie Beute gefunden haben, dann kehren sie direkt und ohne Umwege zum Nest zurück.
    Cataglyphis bombycina ist die einzige, bis jetzt bekannte Cataglyphis Art mit einer echten Soldaten Kaste, diese ist klar von den Anderen Arbeiterkasten getrennt. Die Soldatinnen sehen deutlich "bulliger" aus und besitzen sehr lange Mandiblen, auch sie schimmern in einem schönen Silber. Die silbernen Haare dienen wahrscheinlich zur reflektion der Sonnenstrahlen.



    Wegen der etwas forschen Art, ist doch kein Problem, hab es nicht als Angriff empfunden.
    Meine Giganteas wurde erst von einem Kolegen, der schon seit sehr langer Zeit Scolopender hält und auch bestimmt, bestummen und an mich übergeben, danach hab ich die Tiere noch einmal nach einem Bestimmungsschlüssel zu bestimmen versuch und es sind zu 99,9999% Giganteas.


    LG Lord Helmchen

    Hallo Zusammen


    Es ist brütend heiss und die Sonne scheint unerbärmlich auf den Sand der Sahara. Das Thermometer hat die 50Grad Grenze bei weitem überschritten. Plötzlich flitzt ein ca 1cm grosse Punkt über den Sand und da noche einer. Beim hinschauen erkennt man eine der faszinierendsten Ameisen die ich kenne Cataglyphis bombycina.
    Die Tiere leben ausschliesslich in den Hitzezonen der Sahara und sind hauptsächlich wärend der Mittagshitze unterwegs. Die Tiere sind silbern behaart und unheimlich schnell. Alle paar Meter stoppen sie kurtz, drehen sich um und rennen in eine andere Richtung weiter. Bei diesem Lauf können sie bis zu 10 Metern in der Sekunde zurück legen. Wenn sie nun ein verendetes Insekt gefunden haben, wird dieses gepackt und auf direktem weg, geradlinig, zum Nest gebracht.
    Um sich so orientieren zu können benutzen sie die Polarisation des Sonnenlichtes zur Orientierung Immer wieder drehen sie sich um, um sich den Stand der Sonne ein zu prägen.


    Als ich die Tiere das erste Mal live gesehen habe, hab ich mich gleich total in sie "verliebt" Es ist genial zu beobachten, wie, scheinbar ziellos sie vom Nest weg laufen und danach mit Beute direkt wieder zurück kommen, ohne Umwege. Zudem ist dies auch die einzige Cataglyphis Art mit einer klar getrennten Soldaten Kaste.


    Wie ist es bei Euch?, habt ihr auch schon Erfahrungen mit Cataglyphis bombycina gemacht?


    LG Lord Helmchen

    Hi
    Tobias


    Schön, dass es doch noch Jemanden gibt, der sich für diese flinken Jäger interesiert.
    Ich selber halte 3 giganteas und muss sagen sie sind wirklich beeindruckend, aber es gibt echt auch viele weitere, mindestens so beeindruckende Arten. (denhaai z.B). Selber aus Südamerika einen mittnehmen würde ich auf keinen Fall. Kannst du das Tier 100% richtig bestimmen (das ist nicht einfach)? Zudem ist der Export verboten und wenn du erwischt wirst, haste echt grosse Probleme. Schau dich lieber um, ob du welche auf Börsen findest.


    LG Lord Helmchen

    Hallo Zusammen


    Also wegen der Fütterung von Claustral gründenden Arten. Wie ich geschrieben hab, gibt es noch keine genauen wissenschaftlichen Beweise davür. Ich wurde in einem anderen Forum ebenfals auf einige Experimente hingewiesen, welche meine Aussage eher wiederlegen. Die Versuche wurden bei Lasius niger Kolonien gemacht.


    Ich möchte deshalb meine Aussage im ersten Post berichtigen. VERMUTLICH ist es nicht gut claustral gründende Gynen zusätzlich zu füttern, aber es gib noch keine wissenschaftlichen Beweise hierführ.


    Ich werde aber selber einen Versuch mit 20 Gynen (Camponotus lingiperda) machen und dort die Hälfte füttern und die andere eben nicht. Mal sehen, was dabei raus kommt, denn so reden wir ins Blaue raus und das ist immer gefärlich. Ich werde euch gerne über meinen Versuch auf dem laufenden halten.


    LG Lord Helmchen

    Viele Ameisenhalter beginnen ihre Haltung mit einer gründenden Gyne. Nun kommt schnell die Frage auf, soll ich sie während der Gründung füttern, oder nicht?


    Es ist in der Natur so, dass claustral Gründende Arten z.B. Camponotus sp. KEINE Nahrung während der Gründungsphase auf nehmen, sondern sich von ihrer Flugmuskulatur ernähren. Ein zusätzliches Füttern ist unnatürlich und kann nicht absehbare Folgen haben. So kommt es durchaus vor, dass claustral gründende, Zu gefütterte, Gynen keine entwicklungsfähigen Eier mehr legen können. Sehr wahrscheinlich ist ihr Verdauungssystem einfach noch nicht für die Aufnahme von Nahrung bereit. Dies ist aber bis Jetzt noch nicht wissenschaftlich untersucht worden.
    Einige behaupten, dass die Gyne schon weiss, was für sie gut ist und was eben nicht. Es ist aber nun mal so, dass Ameisen instinktiv handeln und sich nich überlegen, was passieren könnte, wenn sie nun das eine, oder Andere machen.


    Fakt ist, dass ein Füttern solcher Gynen in der Gründungsphase unnatürlich und VERMUTLICH eher schädlich ist.



    LG Lord Helmchen

    Hallo Zusammen


    Ich bin schon seit einigen Jahren von einem sehr aktiven und auch etwas fremd wirkenden Wirbellosen Jäger fasziniert, den Scolopendern.
    Scolopender sind aktive Jäger und ernähren sich ausschliesslich von anderen Insekten d.h. kein Gemüse, Früchte u.ä. Zudem sind sie EXTREM schnell und können auch agresiv sein. Auf der anderen Seite sind sie aber auch hoch interessant zu beobachten und je nach Art auch oft zu sehehen. Ich hatte bis vor einem Monat 2 weibliche (haben Eier gelegt, desshalb weiss ich es) Scolopendra Subspinipes de haani und bin begeistert von den Tieren.
    Ich muss sagen, dass sie wirklich eher agresiv sind, aber gewisse Beschreibungen im Internet halte ich für übertrieben. Wenn man ihnen Möglichkeiten gibt sich zurückziehen zu können und sie soweit in Ruhe lässt d.h. nicht die ganze Zeit anstupst, oder sogar versucht sie auf die Hand zu nehmen sind sie eigentlich gut zu handeln.


    ACHTUNG!!!!! Scholopender sind absolute Meister im ausbrechen und dann hat man ein Problem und vor allem unruhige Näche, bis er wieder da ist.


    Nun hält Jemand von euch auch Scolopender und wenn ja welche Art(en) und wie sind eure Erfahrungen mit den Tieren'


    LG Lord Helmchen


    Ps. Ja, http://www.scolopendra.eu kenn ich (ist übrigens ne tolle Seite)

    Auch vom mir mal ein herzliches Willkommen


    Also zu deiner Frage, wegen der Eisteigerart.
    Ich finde, es gibt eigentlich keine "Einsteigerart" in dem Sinn. Alle brauchen gewisse Vorkentnisse und haben auch ihre Ansprüche, wobei das ist, denke ich, eigentlich klar. Also als Einseigerart würde ich auf jeden Fall eine Einheimische Art empfehlen. Lasius niger z.B. sind wirklich super (nicht nur für den Anfänger). Sie sind aktionfreudig, leicht zu pflegen, gut zu beobachten und vermehren sich doch recht schnell. Kannst aber mal bei den Artenbeschreibungen schauen gehen und dir ein paar raus picken.


    Es gibt mehrere Möglichkeiten Ameisen in der Gefangenschaft zu halten. Du kannst ihnen eine Ameisenfarm anbieten, in welcher sie das Nest anlegen können und du sie dabei auch beobachten kannst (2 eng aneinander gestellete Glasscheiben), dann kannst du ihnen auch ein Gasbeton-, Holz- oder Gipsnest anbieten. Bei all den Varianten brauchst du noch eine Arena, welche du entweder mit einem Schlauch mit dem Nest verbindest, oder du stellst das Nest direkt in die Arena. Das Substrat in der Arena sollte recht Trocken bleiben, weil sie sonst beginnen ihr Nest dort an zu legen. Die letzte und eigentlich natürlichste Art ist, wenn du sie in einer Arena hältst und sie haben die Möglichkeit ihr Nest selbständig dort zu graben. Nachteil? Du siehst nix vom Nestleben.


    Ameisen bestellst du entweder als Jungkolonien d.h. eine Gyne (Königin) mit ein paar Arbeiterinnen und Brut, oder nur eine Gyne. Als weitere Option kannst du auch eine Gyne nach dem Schwarmflug Draussen einsammeln. Diese sollltest du in ein vorher präpariertes Reagenzglas tun.


    Wenn du noch weitere Fragen hast, schau erst mal etwas im Forum und wenn du keine Antwort(en) findest nur zu. Hier werden sie geholfen.


    LG Lord Helmchen

    Wie bereits erwähnt wurde. Honig hält extrem lang. Du brauchst dir keine Sorgen zu machen, solange sie ihn fressen und das scheinen sie fleissig zu tuen, lass ihn drinnen, der geht sicher weg. Wenn er schimmelt muss er aber raus. Sofern du aber nix weiteres z.B. Eiweiss u.ä. darunter gemischt hast dauert das aber wirklich sehr sehr Lang.


    Ich habe schon 2 Jahre alten Honig gegessen und er schmeckte immer noch wunderbar, die Toilette musste ich danach auch nicht übermässig benutzen :grinning_squinting_face:


    LG Lord Helmchen

    Pachycondyla apicalis
    Unterfamilie:Ponerinae


    Gattung:Pachycondyla
    Nahrung:
    Insekten, Zuckerwasser


    Lebensraum:Südamerika


    Königinnen:monogyn


    Winterruhe:nein


    (Körper-)Größe:Arbeiterin, sowie Königin (Die Gyne lässt sich mit dem blossen Auge kaum von den Arbeiterinnen unterscheiden)


    20-22mm


    Pachycondyla apicalis gehört mit zu den interessantesten und vielseitigsten Ameisenarten, welche ich kenne. Die Art verbindet sehr viele interessante Aspekte veschiedener Ameisenarten in einer Art. Die Tiere verfügen über ein sehr gutes Sehvermögen und beobachten einen genau, wenn man im Becken hantiert.
    Gejagt wird alleine, oder in kleinen Gruppen. Dazu schleichen sie sich dicht an die Beute ran und wenn sie sehen, dass diese nicht zu gross ist, springen sie vor und beissen sich am Beutetier fest, dieses wird mit einem Stich getötet resp. Bewegungsunfähig gemacht und anschliessend ins Nest getragen. Da diese Art keinen sozialen Magen besitzt wird z.B. gesammeltes Wasser zwischen die Mandiblen geklemmt und zu den anderen Tieren gebracht.
    Mit der Zeit werden die Ameisen sehr zutraulich und nehmen das Futter direkt von der Hand, oder der Futterzange an. Achtung!!! Ein Stich ist äusserst schmerzhaft und es könnte sein, dass eine alergische Reaktion entsteht. Bei Gefahr, können die Tiere deutlich hörbar strindulieren.
    Eigentlich ist die Art nicht sehr schwer zu halten, aber sie brauchen ein konstantes, feuchtwarmes Klima und viel Proteinreiche Nahrung, sowie Honigwasser resp. Nektar.
    Das Becken muss unbedingt ABSOLUT ausbruchssicher sein, da die Tiere kein Problem haben, auch Glasscheiben empor zu klettern. Klettermöglichkeiten sollten immer vorhanden Sein.
    Als Nest nehmen sie gerne Totholz an, in dem legen sie direkt das Nest an, oder graben sich darunter ihr Nest.


    Dem Anfänger ist diese Art dennoch nicht zu empfehlen, denn sie verzeiht Haltungsfehler nicht so leicht.

    Hallo Zusammen


    Ich weiss, ich weiss.. ich hab schon lange nix mehr rein geschrieben, aber ich habe einen riesen Stress. Die Kolonie ist inzwischen riesig geworden. Sie sind nun in der Hauptanlage und stehen dort auf einer Insel, welche durch einen Wassergraben gesichert ist. Der Bau selber ist ca 1-1.2 Meter hoch und sie haben diverse Wege zu den Futterstellen an gelegt, diese sind aber zum grossen Teil überdacht d.h. mit Lehm und ihrem Kot zu einer Art Tunnel geworden. Es sieht wirklich speziell aus, wenn man sich diese wurzelartigen Gänge anschaut, welche vom Bau aus gehen.


    Anderseits ist es aber so, dass man die Tiere nur sehr wenig an der Oberfläche sehen kann. Nur neu angelegte Wege sind noch offen, danach werden sie schnell geschlossen und man sieht die Tiere nicht mehr. Ab und zu breche ich aber die Gänge etwas auf, um zu schauen, wie sie sich zur Wehr setzten. Dies mag jetzt etwas brutal töten, aber in der Natur werden die Nester auch regelmässig auf gebrochen, ja zum teil sogar aus geraubt. Besonders die Treiberameisen der Gattung Dorylus sp. dringen oft in Thermiten Bauten ein und räumen alles aus.


    LG Lord Helmchen

    Hallo Zusammen


    Danke für eure Hilfe.
    Hat Jemand Erfahrung mit der Fütterung durch Nektar? Weil ich dachte mir, dass dies doch en natürlichen Umständen am nächsten kommt.
    Ich hatte vor ihnen als Futter Mehlwürmer, Fliegen und Heimchen zu reichen. Ich dachte mir, dass ich sie vorher in den Kühlschrank lege und dann mit heissem, nicht kochendem Wasser kurz abschrecke. Ich habe schon öfters gelesen, dass durch das Abbrühen die Eiweisse von den Tieren nicht mehr so gut verwertet werden können. Aber anderseits will ich das Risiko mit Milben möglichst gering halten. Ich hab schon eine Mymecia pavida Kolonie an Raubmilben verloren.


    Als Beleuchtung, und Heizung wollte ich einen Daylight Spot über das Formicarium hängen. Ich habe eben noch einen übrig von meinem Meerwasser Aquarium.



    LG und nochmals danke für die Hilfe Lord Helmchen

    Hallo Zusammen und euch allen eine frohe vor Weihnachtszeit (bald ohne vor :dance: )


    Also wie ich im Titel bereits geschrieben habe spiele ich schon seit Längerem mit dem Gedanken mir eine Kolonie Pachycondyla apicalis zu halten.



    Als Becken wollte ich ihnen Eine Arena von 200x 50x 50cm an bieten. Ich weiss, ist recht gross, aber ich denke bei einer so bewegungsfreudigen Art ist das durchaus angebracht. Zum Nisten biete ich ihnen die Wahl zwischen einem grossen morschen Stück Korkrinde und dem Boden. Als Boden wollte ich Humus mit Sand vermischt verwenden und auch in paar Pflanzen rein stellen. Zur Vorbeugung von Schimmel werden noch Springschwänze und exotische weisse Asseln ein gebracht.



    Hat Jemand von Euch vielleicht Erfahrung mit der Haltung dieser hoch interessanten Art? Ich bin für tipps und Tricks immer dankbar.



    LG Lord Helmchen


    Edit: Sorry, hab es im falschen Themenbereich gestellt. Könnte das ein Moderatoren zu den Diskussionen nehmen? Danke und nochmals sorry.

    Unterfamilie:Myrmicinae (Knotenameisen)Gattung:Atta


    Nahrung:Blätter, Früchte für den gezüchteten Pilz
    Lebensraum:Südamerika
    Königinnen:monogyn
    Winterruhe:keine
    Schwärmzeit:Oktober - Januar
    (Körper-)Größe:Arbeiterinnen (auf dem Pilz): 3-7mm
    Arbeiterinnen: 5-16mm
    Soldaten: 18-23mm
    Königinnen: 28-35mm
    Aussehen/Färbung:bräunlich; Königin sehr kräftig;
    Arbeiterinnen am Rücken bedornt;
    Puppen:Nacktpuppen
    Sonstige Angaben:Alter: Königinnen: 20-26 Jahre;



    Atta sexdens gehört zur Familie de Blattschneider Ameisen. Die Tiere tragen auf langen Strassen Blätter ein, diese holen sie meist von weit oben in den Bäumen. Die Blätter dienen aber nicht direkt als Nahrung, sonder werden von speziellen Arbeiterinnen, den so genannten Pilzgärtnerinnen, welch eigentlich nur im Pilz leben und auch sehr klein sind, zerkaut um dann als Nähboden für den Pilz zu dienen. Dieser Pilz resp. seine Poren werden dann von den Ameisen gefressen.


    Atta sexdens Kolonien und auch die anderer Atta Arten, können Riesige Dimensionen erreichen und Tragen Täglich unmengen an Futter ein. Die Pilzkammern sind oft, insgesammt, mehrere Kubikmeter gross.


    Von der Haltung her sind sie als mittelschwer ein zu stufen, das grösste Problem wird die Nahrungsbeschaffung und der Platz sein. Anfangs genügen einer kleinen Kolonie 3 Becken (ein Pilz Becken, Eine Futterarena und ein Abfallbecken). Wenn die Kolonie aber grösser wird brauchen sie schnell 4, 5 und später noch viel mehr Becken und dem entsprechen auch Kiloweise (kein Witz) Blattmaterial (auch im Winter).
    Extrem wichtig ist auch, dass die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Pilzbecken resp. in den Pilzbecken immer stimmt, da sonst der Pilz einght und das bedeutet dann das Ende der Kolonie.


    Deshalb, muss eine Atta Haltung gut geplant sein und sie sind mit Sicherheit nix für einen Anfänger.

    Servus Zusammen


    Also ich find es faszinierend, wie strategisch die Hornissen die Bienen einzeln zerteilen und sie immer wieder zurück ziehen, um dann wieder schnell vor zu stossen um erneut einige Bienen zu zerteilen.
    Sehr interessant ist aber auch die Abwehrs Strategie der Japanischen Bienen, sie formen einen Ball und braten die Hornissen. Echt faszinierend diese Tiere.
    Es hat mich in Japan übrigens erstaunt, wie friedlich diese Riesen aber sind. Man kann sie ohne Gefahr auf der Hand krabbeln lassen, sie machen gar nix, ausser man hat etwas Fleich in der Hand, dann wird es sofort zerteilt und weg geschleppt.


    LG Lord Helmchen

    Hi Flo


    Habe auf deinem Haltungsbericht gelesen, dass die erste Arbeiterin geschlüpft ist. Super, ich hoffe, dass bald noch einige dazu kommen.


    Ich weiss jetzt nicht, ob das bei Acromyrmex auch so ist, aber bei den Atta sp. ist es so, dass die ersten +-10 Arbeiterinnen das Nest nicht verlassen, sondern sich nur um den Pilz kümmern erst ab ca 15 Arbeiterinnen werden die ersten beginnen Nahrung ein zu bringen. Biete ihnen auf jeden Fall weiterhin das Selbe Futter an. So wie es aussieht bist du auf dem richtigen Weg.


    Hast du vielleicht ein paar Fotos der gesammten Anlage'? :winken2:


    LG Lord Helmchen