Beiträge von Pi.Ag3

    Hi!


    1) mikroskopiert jemand von euch ameisen?

    *meld*


    2) welche vergrösserungsstärke ist bei ameisen optimal (muss ja denk ich nicht tausendfach sein, ich will die anatomie der ameisen erkennen und nicht sehen können ob sie ne sichelzellenanämie haben


    20-40 Fach hat mein Binokular, und ich finde es recht gut, jedoch ist 60 Fach doch noch besser. Also: 20 bis 60 Fache Vergrößerung ist optimal.


    3) marke und mikroskoptyp das ihr nutzt und gut findet wäre toll (gerne auch per PM, wenn ihrs hier nicht laut sagen wollt).

    Öhm, ja gut Frage. Also auf meinen Bino steht groß und deutlich "Müller" drauf, also nehme ich an dass das die Marke ist. Mehr weiß ich auch nicht, habe es schon seit sehr langer Zeit.


    4) auflichtbeleuchtung ist besser für ameisenanatomiesicht geeignet, wenn ich das richtig verstehe. oder? kombination aus auflicht und durchlicht?

    Auflicht ist natürlich am besten für Ameisen; Wenn Du jedoch z.B. Fühlergeiseln zur Bestimmung zählen willst, ist Durchlichmirkroskop besser. Jedoch besitzen die meißten Mikroskope sowieso beide Farianten.

    auch nen paar halbwegs vorzeigbare bilder (digital) machen.

    Dazu sei gesagt, die Bilder welche ich mit meinen Mikroskop mache, sind mithilfe meines Fotos entstanden; Einfach durch die Linse geknipst.

    Grüße, Phil

    Hi,

    ist jetzt auch nichts wirklich neues. Die sog. "Ameisenpflanzen" sind weit verbrietet, und nicht nur Myrmelachista betreibt die aktive Vernichtung von anderen PFlanzen in der Umgebung der Wirtspflanze, sondern auch z.B. in Südamerika Pseudomyrmex. Gärtnerrei kann man das nicht bezeichnen, die Pflanzen werden nur getötet, damit die eigene genug Licht bekommt und nicht überwuchert wird; Dafür bietet sie den AMeisen einen Lebensruam. Eine Symbiose!

    Grüße, Phil

    Skrag; Ja, steht so in der Arbeit von Karl Hölldobler. Ist zwar schon sehr alt, jedoc sehe ich keinen Grund daran zu zweifeln.

    Rhaxus: Ich habe gefragt, weil Hölldobler genau das beschreibt; Er stellt sogar die Theorie auf, dass das eine der Taktiken zur Adoption ist, den natürlichen Pflegeinstinkt zu wecken, und sich dauernd putzen zu lassen. Übrigens scheint die Königin dann nach einiger Zeit richtig vollgefüttert zu werden, neigend zu physogastrie.
    Bin weiterhin gespannt.

    Grüße, Phil

    Hi,

    ist ja recht gut gegangen. Könnte auch etwas wilder zugehen, so beschreibt z.B. Karl Hölldobler, dass das Weibchen nach dem Eindringen in das Wirtsnest angegriffen wurde, bzw gestreckt (an allen Exkremitäten gezogen). Zehn Minuten später hat das aber aufgehört.

    Sobald Du mehr Arbeiterinnen der Chthonolasius als die der L. niger hast, werden sie ihre ehemaligen Hilfsameisen töten; Als eine Rettung eines Volkes kann man Dein Versuch also nicht sehen :grinning_squinting_face: Das ist auch der Grund, warum man in der Natur relativ selten gemischte Völker vorfindet. Die Lasius niger dienen wirklich nur zur Gründung. Übrigens kann es sein, dass Chthonolasius auch aktiv andere Lasius Völker angreifen, evtl. unterirdisch. Ist aber soweit ich weiß noch nicht nachgewiesen.
    Übrigens schreibt Hölldobler auch, dass wenn man eine Lasius niger Königin und eine Lasius umbratus Könign zusammenhällt, das das L. niger Weibchen Nachwuchs aufzieht, dieser jedoch danach die eigene L. niger Königin tötet (aus: Beobachtungen über die Koloniegründung von Lasius umbratus).

    Sozialparasitäre Gründungen sind sehr interessant; Bitte weiter berichten!

    Kannst Du beobachten, dass die Königin besonders viel im Vergleich zur vorherigen niger-Königin geputzt wird?
    Grüße, Phil

    Hi Depape,

    wenn ich mir Deinen Haltungsbericht so anschaue- Wow! Ganz ehrlich, ich habe von anfang an geglaubt, der macht noch so ein paar Updates, und dann geht ihn die Puste aus. Ich habe mich getäuscht und wie!

    Zu dem Tötungsverhalten kann ich leider nichts sagen; Nur, dass es tatsächlich hin und wieder auftreten soll. Der genaue Grund, leider unbekannt. Viel Glück, das wird schon!

    Und das Fressverhalten kenne ich nur zu gut; Innerhalb weniger Minuten entwickelt sich eine richtige Straße; Der viel bekannte Wuselfaktor von Lasius niger, den nur wenige Arten überbieten können :smiling_face:

    Grüße, Phil

    Nochmal, zur vermenschlichung; Also ich finde den Begriff doch eindeutig, oder? Das "menshclichen" sagt doch shcon alles; Einen Gegenstand oder ein Tier wie einen echten Menschen behandeln. Dass heißt bei der ameise eben streicheln und Gute-Nacht-Geshcichten vorlesen, und seinen Hund Kuchen vom Tisch zu füttern.
    Verwöhnen ist etwas anderes, und Vermenschlichung beruht tatsächlich auf Unwissenheit. Das grundsätzliche Denken ist; "Wenn es mir gut tut, tut es auch ihm Gut"

    Zitat

    Tja, wer legt z.B fest das sich die Ameisen nicht gegenseitig jagen, Löwen aus hunger nicht einfach mal den Onkel zerfleischen.


    Ameisen jagen sich doch gegenseitig, und Löwen zerfleischen auch mal gerne einen Kameraden...

    Moralisches Denken beruht einfach nur auf dem sozialen Dasein der Menschen. Eine Anarchie unter Menschen funktioniert. Jedoch haben sich andere Systeme als besser erwiesen... Nur weil keine Regierung exitiert, heißt dass nicht, das jeder anfängt zu morden. Nicht nur der Ameise ist es ins Hirn programmiert, "sozial" zu handeln, sondern auch den Menschen. Gruppenbildung, ein großes Erfolgsrezept, das heute von jeden, wenn auch oft unbewusst, praktiziert wird. Kein Mensch ist ein totaler Egoist, außer etwas in seinem Gehirn funktioniert nicht :crazy:

    Grüße, Phil

    Hi Holy-Ant,

    auch wenn ich Dich ungern enttäusche, aber im Ameisenforum sind die richtigen Bestimmungsspezialisten unterwegs, mehr als sie Dir dort gesagt haben, können wir Dir auch nicht sagen.
    Erwarte nicht zu viel, das Bild kann sich selbst der klügste Professor anschaun, mehr wird da nicht draus.

    Grüße, Phil

    Hi,

    Zitat

    Für's Haustier hat es ja wohl nur Vorteile wenn es vom Menschen als "Mitmenschen" angesehen wird.


    Eben nicht. Vermenschlichung ist das Schlimmste was ein Haustierhalter machen kann. Stell Dir mal vor, Du würdest Deine Ameisen streicheln - das mögen die nicht. Oder einem Hund Schokolade zum fressen geben...

    Zitat

    Eine Regierung wäre theoretisch gar nicht mehr nötig, da alle das gleiche Ziel haben.
    Braucht nur gewisse Grundregeln.


    Und wer legt die Grundregeln fest, wenn nicht die Regierung? Jeder für sich? :grinning_squinting_face:

    Grüße, Phil

    Hi!

    Da oft Bilder dieser Art fehlen, hier mal ein paar Schnappschüsse aus einem Nest, dass mir Frank freundlicherweise gezeigt hat.

    Die Art ist zwar nicht sehr selten, dafür aber auf den ersten Blick sehr schnell mit Lasius zu verwechseln. Typisch für diese Gattung sind, da sie zur Unterfamilie Dolichoderinae gehören, ihre Nacktpuppen.
    Sie sind polygyn, und sehr umzugsfreudig, wechseln mehrmals im Jahr ihren Neststandort. Diese hier waren im Weinberg unter einem flachen Stein.

    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/43638_zwischenablage02.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/43639_zwischenablage03.jpg]

    Gut erkennbar: Nacktpuppen
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/43640_zwischenablage06.jpg]

    Viele Grüße, Phil

    Hi!

    Da es mir schon öfters aufgefallen ist, dass manche Probleme bei der Erkennung von Myrmica Königinnen haben, und mir im Moment einfach nur langeweilig ist, hier Bilder meiner beider Jungköniginnen (aus Österreich) in ihrer Gründungsbox.
    Leider sieht man es eher selten bei Myrmica, dass Jungköniginnen eingefangen werden und dann zu Völkern groß gezogen werden.

    Ihre Box:
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/43635_zwischenablage01.jpg]

    Die Ameisen haben sich bei den Teil mit der Erde eingegraben. Diese Art der gründung funktioniert bis jetzt sehr gut, durch das Moos geht kaum Fuechtigkeit verloren, bis jetzt musste ich noch kein Wasser nachfüllen. Mir bleibt zwar der Nesteinblick verwährt; Ob Arbeiterinnen vorhanden sind, werde ich erst später erkennen können.

    Sie gründen semiclaustral, ich werfe hin und wieder eine Fliege hinein, und auf einen Stückchen Vogeleischale wird Honig angeboten.

    Erstaunlich ist übrigens die hohe Aktivität der Königinnen. Hier 2 Bilder der Beiden;
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/43636_zwischenablage02.jpg]
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/43637_zwischenablage04.jpg]

    Ist jetzt nichts besonderes, aber ich glaube, Bilder kann man nie genug bekommen, oder? :winking_face:

    Grüße, Phil

    Oder gar nicht überbrühen, spart noch mehr Zeit.
    Die Anleitung zum Futter, so einfach, tausende tuen es, die wenigsten davon Ameisenhalter.

    Schritt 1: Fliege am Fenster aussuchen.
    Schritt 2: Fliege fixieren
    Schritt 3: Möglichst starkes draufhaun vermeidet Dinge wie zerschneiden und unnötiges Rumgezapple von Futtertieren
    Schritt 4: Von der Scheibe abkratzen, Putzfrau danach auf eklige Flecken auf der Scheibe aufmerksam machen, Futtertier zu den Ameisen reinschmeißen.

    Optional (vor dem reinschmeißen): Überbrühen.

    Grüße, Phil