Posts by Teff

    Endlich mal was zum Thema Ameisen im Hörsaal. Ich muss gestehen ich bin vor dem Ende eingeschlafen - aber das lag nicht am Podcast 🙃 Werde die Lücke so bald wie möglich schließen.

    Podcast: Soziale Insekten – Konfliktlösung im Ameisenstaat
    Ameisen stehen für Kooperation: Sie arbeiten zusammen, helfen sich, opfern sich sogar füreinander auf. Also alles harmonisch? Nicht ganz. Auch Insekten haben…
    www.ardsounds.de

    PS: Ich bin mir nicht sicher, ob das aus AT oder CH auch klappt. Einfach mal versuchen 🤞

    Wow, die Art kannte ich auch nicht - wirklich schöne Tiere! Also hab ich gleich mal etwas recherchiert und gesehen, dass sie in Österreich auf der Roten Liste stehen, Status stark gefährdet:

    "Es ist mit zumindest 20-prozentiger Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Art in den nächsten 20 Jahren (oder 5 Generationen) ausstirbt (je nachdem, was länger ist)"

    Siehe https://www.umweltbundesamt.at/fileadmin/site…nen/rep0895.pdf

    Ich weiß nicht ob das rechtlich irgendwelche Implikationen hat. Evtl ist die Art in anderen Ländern häufiger und deshalb gelegentlich in Shops verfügbar? Persönlich würde ich mich einfach daran erfreuen, solche Tiere in der Natur bestaunen zu können!

    Toller Fund! Neidische Grüße :upside_down_face:

    Ich hab am liebsten einheimische Arten, am besten regional damit ich sie auch wieder rauslassen kann. Bei den meisten Arten finde ich Lebenserwartung und Koloniegröße für eine dauerhafte Haltung schwierig. Aber das ist für mich keine Einschränkung: ich bin ein Fan von unseren Myrmica :upside_down_face: Die sind robust, aktiv und wenig schreckhaft (weil ziemlich blind). Und schön sind sie auch! Ansonsten noch heimische Camponotus (z.B. herculeanus), hauptsächlich wegen ihrer Größe! Anfangs wachsen sie natürlich etwas langsamer, aber das ist eh die schönste Zeit: wenn man noch jede einzelne Ameise kennt, dann später die ersten Majore ... :lovey:

    Hallo zusammen!

    Um was für Arten geht es denn eigentlich? Das Setup auf dem Bild hat für mich einige Nachteile:

    Es hat einen Deckel und ist sehr feucht. Schön für das Moos, aber für die meisten einheimischen Arten sicher auf Dauer zu feucht. Ich habe es bei meinen Arten nie geschafft, Moos dauerhaft grün zu halten. Aber braun ist es immer noch ganz hübsch.

    Aber wichtiger noch: das Verhältnis von Arena (also Fläche zum rumlaufen) zu Nest ist äußerst ungünstig. Wenn sie ein großes Nest voll bewohnt ist, brauchst du sicher mehr Fläche. Du könntest z.B. Anschlüsse für Schläuche bohren, damit die Ameisen außerhalb Futter suchen und Müll wegbringen können. Solltest du kleine Ameisen mit kleinen Kolonien haben (z.B. Temnothorax) dann ist das Nest viel zu groß.

    Zum handwerklichen: das auf dem Bild sieht nach Ytong aus. Den kann man zwar prima bearbeiten, aber es ist ziemlich schwierig ihn wirklich passend für so ein Gefäß zu machen. In jedem Spalt wird sich Dreck und Müll sammeln.

    Ich teile aber deine Begeisterung für solche Setups: die sehen einfach gut aus! Mein Kompromiss war deshalb in den letzten Jahren immer folgender: Glasgefäß mit einigermaßen flachen Seiten (z.B. große Einmachgläser). Da Löcher für Schläuche reingebohrt. Sandige Erde z.B. von Maulwurfshügeln, dann können sie selber graben. Man kann in die Mitte des Glases einfach ein kleiners stellen oder kleben und nur außenrum und oben drauf Erde tun. Dann müssen sie an der Scheibe graben wie bei einer klassischen Farm. Kein Deckel drauf, weil sonst sofort alles schimmelt.

    LG und viel Erfolg!

    Was bei mir gut funktioniert ist: Boden dünn mit dunklem Silikon (wichtig: ungiftiges!) bestreichen und zügig Sand bzw Kies drauf streuen. Wenn das getrocknet ist, überschüssigen Sand einfach ausschütten. Am Schluss noch eine ganz dünne Schicht Sand / Dreck trocken drauf streuen, dann haben die Ameisen auch was zum rumtragen.

    Damit hat man dann immer einen bedeckten Boden der auch halbwegs robust und wasserfest ist. Und die Ameisen können nicht graben.

    Ich würde es an deiner Stelle noch günstiger machen (für die meisten heimischen Arten jedenfalls): einfach einen frischen Maulwurfshügel auf einer unbehandelten Wiese suchen und ein paar Schaufeln mitnehmen. Ist sicher je nach Region sehr unterschiedlich was man da bekommt, aber meistens ohne viele Wurzeln etc. Notfalls einmal sieben, fertig.

    Blumenerde ist oft mit viel Kompost und wenig Lehm, beides nicht so praktisch in der Haltung.

    Was für eine Art soll es denn sein und welche Haltungsform?

    Protein: am besten Fruchtfliegen - sollten in keiner guten Küche fehlen ; ) Einfangen, einfrieren, fertig. Ansonsten alles was kleiner ist als die Königin: Stücke von Fliegen, Mehlwürmern, Schaben etc.

    Kohlenhydrate: Zuckerwasser. Bei kleinen Ameisen und/oder Kolonien nehme ich gerne ein kleines Stück Apfel mit etwas Zucker(wasser) drauf. Das wirkt wie ein Schwamm, bleibt lange flüssig und keine Ameise ertrinkt.

    Und Wasser natürlich.

    Ein ganzes Jahr inkl Winterruhe sind sie lieber in ihrem schimmligen, komplett ausgetrockneten Reagenzglas geblieben und haben alle Alternativen verschmäht. Aber nach der Winterruhe war es dann doch so weit und sie sind in das "neue" Nest gezogen. Noch ist es ein wenig zu groß, aber das ist kein Problem. Sollte mal etwas Müll liegen bleiben, kann man dort einfach ein wenig heizen: dann wird sofort aufgeräumt, damit der Nachwuchs Platz findet.

    Ich nehme für meine immer einen kleinen Tropfen (Zahnstocher o.ä.) flüssigen Honig - Zuckerwasser trocknet mir zu schnell. Einfach auf einem Stückchen Alu oder Backpapier. Dann streue ich etwas Sand drüber und puste den Überschüssigen weg. So können sie sich zwischen den Sandkörnern bedienen ohne kleben zu bleiben. Und die Art nimmt gerne Nüsse etc. Kannst z.B. gemahlene Mandeln probieren. Überwintern würde ich in der aktuellen Lage nicht versuchen. Angeblich braucht Tetramorium caespitum auch nicht zwingend eine Winterruhe (ohne Gewähr).

    Drücke die Daumen!