Lasius flavus


  • Lasius flavus sind sehr robust und stecken auch den ein oder anderen Anfängerfehler weg. Sie brauchen nicht großartig viel Platz und in der Haltung sind normale Zimmertemperatur und normale Luftfeuchtigkeit ausreichend, um die Kolonie wachsen und gedeihen zu lassen. Aus genau diesen Gründen ist Lasius flavus als erste Kolonie, sozusagen „zum Üben“, perfekt. Darüber hinaus ist das Fangen einer Königin beim Schwarmflug sehr einfach, somit kann man sich den Kauf in einem Shop sparen, vorausgesetzt, man möchte nicht schon eine Kolonie mit Arbeiterinnen. Beim Schwarmflug treten Lasius flavus Königinnen in Massen auf und sind dann überall anzutreffen. Eine Bestimmung ist, bei vorheriger Erkundigung, recht einfach. Im Zweifelsfall aber lieber im Forum bestimmen lassen


    Ein Lasius flavus Volk kann sehr groß und alt werden - 100.000 Individuen und ein Jahrzehnt oder mehr sind locker drin. Bis solche Koloniegrößen erreicht werden, dauert es aber auch eine Weile.


    Die Gründung in Form einer Pleometrose kann bei Lasius flavus auf verschiedene Art und Weise zu Ende gehen. Entweder die Königinnen bekämpfen sich, so dass am Ende eine (oder im schlimmsten Fall keine) übrig bleibt oder aber die Königinnen trennen sich auf und beziehen unterschiedliche Kammern im Nest (Oligogynie). Treffen danach Königinnen aufeinander kommt es meist zum Kampf. Kurz nach der Pleometrose geschieht meist noch nichts. Erst nach einigen Tagen, Wochen oder sogar Monaten kommt es zur Auflösung der Pleometrose und der bis dahin bestehenden Polygynie.


    In der Natur leben Lasius flavus hauptsächlich unterirdisch und verlassen das Nest nur, wenn es wirklich notwendig ist. In der Haltung, in der keine Wurzelläuse zum Versorgen der Kolonie vorhanden sind, sieht das Ganze anders aus und die Außenaktivität ist hoch. Fast vergleichbar mit Lasius niger.

    Artenverzeichnis

    Familie
    Formicidae (Ameisen)
    Unterfamilie
    Formicinae (Schuppenameisen)
    Tribus
    Lasiini
    Gattung
    Lasius Fabricius, 1804
    Untergattung
    Cautolasius Wilson, 1955
    Art
    Lasius flavus (Fabricius, 1782)
    Deutscher Name
    Gelbe Wiesenameise
    Lebensraum/Heimat
    frischtrockene bis feuchte Grasflächen (in Gärten, Parks usw.). Leben hauptsächlich unterirdisch. Ihre Erdnester sind oft von Gras oder anderer krautiger Vegetation überwachsen. Europa, Asien, Nordafrika, Osten Nordamerikas;
    Königinnen
    claustral, meist in Pleometrose; nach Auftreten der ersten Arbeiterinnen wenig heftige Kämpfe, danach räumliche Trennung der Königinnen. monogyn, bis 55% auch oligogyn.
    Arbeiterinnenunterkasten
    Nein, monomorph
    Nahrung
    tote Insekten, Honigtau von Wurzelläusen (Trophobiose)
    Winterruhe
    Ja
    Schwärmzeit
    Mai bis Oktober. Hauptschwärmzeit von Juli bis August; an warmen Nachmittagen/frühen Abenden
    Aussehen/Färbung

    Die Arbeiterinnen sind blassgelb bis gelbbraun gefärbt, die Köpfe der Arbeiterinnen können vereinzelt sehr dunkel sein.

    Die Königinnen sehen von oben aus wie Lasius niger Königinnen; die Unterseite der Gaster aber sind gelblich.

    Je nach Füllung des Kropfes (Sozialmagen) haben die Arbeiterinnen mehr oder weniger große Gaster

    Puppen
    Kokonpuppen
    Körpergröße
    Königinnen: ca. 7-9mm
    Arbeiterinnen: ca. 2-4mm
    Männchen: ca. 3-4 mm
    Koloniegröße
    bis ca. 100.000 Individuen
    Luftfeuchtigkeit Arena/Nest
    Arena: 30 - 50% Nestbereich: 60 - 70%
    Temperatur Arena/Nest
    Arena: 18 - 28°C Nestbereich: 21 - 24°C
    Bodengrund Arena
    Farm: Sand-Lehm Arena: Sand-Lehm
    Nestformen
    Erdnester zwischen Wurzelballen.
    Einschätzung der Haltungsschwierigkeit
    leicht

Share