Ameisenkämpfe in der Natur

  • Lasius (niger?) gegen Myrmica (???)


    Ich habe im lezten Jahr diese Szenen im Garten Fotografieren können.

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    Die Ameisen kämpfen hier um etwas Zucker. Die Lasius sind hier in der Mehrzahl aber sie töten die anderen nicht,
    sie zerren nur an ihnen oder tragen sie weg. Die Myrmicas verteidigen sich nicht offensichtlich sondern sind sehr defensiv
    und strecken den Lasius nur ab und zu ihr Abdomen entgegen worauf die Angreifer oft von ihnen ablassen.

    Wäre schön wenn auch ihr eure Beobachtungen (wenn möglich mit Bildern) zu Ameisenkämpfen hier rein schreibt. :smiling_face:

  • Ich bitte euch aber darum, nicht extra Kämpfe zu "organisieren"! Wenn ihr das in der freien Natur beobachtet, ist es sicherlich interessant und spannend, aber die Tiere zu beeinflussen (sie also z.B. extra dafür zu fangen) und den Kampf somit künstlich herbeizuführen ist einfach widerliche Tierquälerei! Vergesst bitte niemals, dass hier Lebewesen sterben!!!

  • Muss mich auch joey anschließen, denn das ist ja wie damals im Kolosseum, wo Mord an Menschen als Unterhaltung diente, bei den Ameisenkämpfen dort auf Foto ist vielleicht keine gestorben, aber schlimm ist das schon, wenn man das mit Absicht macht, damit sie kämpfen.
    Kann jetzt nicht sagen, ob du das mit Absicht gemacht hast, denn ich will hier auch keinem Vorwürfe oder so machen.
    Wenn es einen Kampf in der Natur gibt, ohne Hinzutun des Menschen gibt ist das ok, wenn man das Verhlaten dokumentiert, aber wenn man es mit Absicht macht, ist das nicht gut.
    Das ist meine Meinung dazu.

  • Hier spiegelt sich ein Naturgegebenheit wieder, die einen verteidigen
    ihr gefundenes Futter nur gering und die Anderen in Unterzahl versuchen auch davon
    zu profitieren. Lasius ist nur interessiert am Zucker, das ist brauchbar für
    ihre Kolonie, dieses steht im Vordergrund, sie sind nicht ausgezogen
    um zu kämpfen. Die Myrmica hat das gleiche Interesse, Futter einzusammeln.
    Nur das Futter ist das was sie wollen, nicht ein Kräftemessen mit einer
    anderen Art.
    Auch bei anderer Gelegenheit würde es so aussehen, so ist die Natur.

  • Bilder gibt es hier: Camponotus herculeanus vs. Lasius fuliginosus

    An einem schönen Frühlingstsag machte ich mich im Wald auf die Suche nach den größeren Ameisennestern die ich so im laufe der Jahre etdeckt habe.
    Als ich den Camponotus einen Besuch abstatten wollte traf ich aber auf einige tausend Lasius fuliginosus die munter am Baum der Camponotus auf und ab liefen.
    Das haben sie sich natürlich nicht gefallen lassen und es kam zum Kampf. Hunderte fuliginosus und dutzende herculeanus waren bereits Opfer des
    Krieges geworden und es lag der Geruch der Säure der Lasius in der Luft. Die Opfer der Camponotus waren schwerer abzuschätzen da ihre Leichen auf der
    dicht belaufenen Straße der Lasius zu dem ca. 5 Meter entfernten Baum der Lasius gebracht wurden. Überall sah man vereinzelt Majoren der herculeanus mit
    fuliginosus Leichen an Fühlern und Beinen.

    Am tag darauf waren mehr herculeanus zu sehen und die Staße der fuliginosus hat sich etwas verlagert wurde aber größer und es sah so aus als ob die
    Camponotus keine Chance gegen diese überzahl an Lasius haben. Auch konnte man beobachten, dass die Camponotus bei Kälte nicht so leistungsfähig sind und zu
    leichten Opfern werden.

    Am dritten Tag hat sich das Blatt gewendet und die Lasius sind deutlich weniger geworden. Eine Arbeiterin nach der anderen wurde von den Camponotus getötet
    aber auch auf ihrer Seite gab es noch viele Opfer.

    Vierter Tag und die Kämpfe wurden vom Regen erst einmal beendet aber es waren immer noch einige Camponotus zu sehen was bei Kälte und Regen ungewöhnlich ist.

    Fazit: Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer. Die Lasius wollten eigentlich nur zu dem Baum in dem die Camponotus leben um Honigtau zu sammeln.
    Das Gebiet in dem die Camponotus leben ist von Lasius fuliginosus dominiert, es gibt viele Kolonien die über Straßen miteineander verbunden sind. Sie haben anscheinend begriffen,
    dass es sich nicht lohnt den Baum der Camponotus zu besuchen. Warscheinlich wird sich der Kampf im nächsten Frühjahr wiederholen wenn die Territoriumsgrenzen neu gebildet werden.

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