Posts by fink2

    Finde es immer wieder schön wenn sich jemand vorab so viele Gedanken macht.


    Das macht Sinn. So sollte ich die Sachen bald bestellen und erst einmal durchtesten... Bis wann sollten die Ameisen bei mir eingezogen sein, von wegen Eingewöhnung und Winterruhe?

    Das kommt immer auf die Größe einer Kolonie an. Ob jetzt sofort ein Nest benötigt wird, oder man dieses erstmals anbietet und sie ziehen dann ein wenn es ihnen gerade passt. Dann hat man ja einzige Zeit um noch zu testen und die Kolonie zieht ja nur ein wenn die Bedingungen im neuen Nest besser sind wie im Alten.


    Lasius niger fängt jetzt gerade an zu Schwärmen. Mit etwas Glück warten bald Millionen Königinnen darauf gefunden zu werden. ;)

    Das nur neben bei. Es muss nicht unbedingt eine gekauft werden, nur die erste Zeit ist nicht wirklich spannend bei einer neu gründenden Königin.


    Zur Winterruhe: Die Kolonie muss sich weniger eingewöhnen, sondern sich rechtzeitig auf die Winterruhe vorbereiten können. Ameisen bereiten sich auf die Winterruhe vor in dem sie Darm und Kropf entleeren, Körperflüssigkeiten (Hämolymphe) werden eingedickt. bei Arten die mit Larven überwintern verlieren diese auch Wasser. Das alles geschieht, das sie anschließend niedrige Temperaturen besser überstehen. Für das müssen sie rechtzeitig kühleren Temperaturen ausgesetzt werden, bevor es wirklich kalt wird.


    Bekommen die wirklich Panik, wenn etwas auf einmal anders ist...?

    Jeder Eingriff, wird als Störung empfunden. Je nach Art drückt sich das unterschiedlich aus.

    Ich für mich bin zum Schluss gekommen, es ist besser wenn es notwendig ist, lieber einmal einen ordentlichen Eingriff

    und das kann auch mal sein das man eine Kolonie zwangsumsiedelt, statt immer wieder ein bisschen einzugreifen. .

    Meist ist dann einen halben Tag große Aufregung im Volk. Wenn dann aber das Volk in Ruhe gelassen wird, legt sich das auch schnell wieder.

    Hi Addi,


    fangen wir mal an.

    ich würde Lasius Niger planen

    Zur korrekten Schreibweiße: Gattung z.b Lasius schreibt man groß, die Spezies: niger klein.


    Glas ist schwer, Acryl erscheint mir praktischer.

    Bin mir nicht ganz sicher was du mit Acryl meinst, aber eine Glas Arena ist einfach schöner wie alles andere und nach meiner Erfahrung was Ausbruchsschutz angeht auch einfach praktischer.


    Ich habe gesehen, dass es auch Terrarien aus Gaze gibt

    Gaze kenne ich nur aus fein verwobenes Metall, je nach Ausführung in verschiedener Feinheit,

    Solange die Ameise nicht größer ist wie die Feinheit der Gaze, kommt sie da nicht durch.


    Ich persönlich fände eine Ameisenfarm, die an die Arena angeschlossen ist mittels Schlauch am schönsten. Diese Arenen gibt es in verschiedenen Dicken. Wonach richtet es sich, welche man nimmt? Nur nach der Größe der Ameisen? Oder ist es eigentlich egal, dann können sie mehr graben...

    Ja anhand der Größe der Ameisen, Um einen Einblick für den Halter zu gewähren, Wird sie meist so gewählt das sich eine Arbeiterin gerade umdrehen kann, aber keine Möglichkeit hat, so zu zubauen das der Halter keinen Einblick mehr hat.


    Insgesamt finde ich diese Startersets ziemlich klein, nach wie vor (...), aber sie sind ja beliebig erweiterbar.

    Ja sehe ich auch so, natürlich eine kleine Kolonie kommt auch mit 10x10 gut zurecht, auch wenn sie schon ein wenig größer ist.

    Aber in der Natur hat eine Kolonie eigentlich unendlich Platz. (meist wohl nur bis zur nächsten Kolonie.)

    Es gibt kein zu groß, Und bevor immer wieder erweitert werden muss, kann auch gleich etwas größer angeboten werden.

    - die Belüftung

    - die Bewässerung

    - die Beleuchtung

    - die Messgeräte

    - der Schlauch.

    Wenn wir von Lasius niger sprechen:

    Belüftung spielt keine Rolle (mit einer Arena). Ameisen benötigen wirklich sehr wenig Sauerstoff.

    Bewässerung, Wichtig bei kleineren Kolonien das, das Nest befeuchtet wird, (Größere Kolonien können bei genügen Flüssigkeit dies auch selber übernehmen.)

    Beleuchtung spielt keine Rolle,

    Messgeräte werden nicht benötigt. Ameisen nicht dauerhaft der Sonne aussetzten, unter ca -5 Grad kommt auch nicht so gut, ansonsten wenn das Nest Feucht genug ist, passt auch das Klima,

    Schlauch. Wenn genügend Futter in unmittelbarer Umgebung des Nestes gefunden wird, würde wohl kaum eine Art weiter suchen. Aber in der Natur laufen Arbeiterinnen einige Meter bis z.b. bei Camponotus ligniperda 40 Meter ab. Dies liegt meist an den Wünschen des Halters, weniger an den Ameisen.


    Proteine würde ich nur schon tot füttern. Das geht doch, oder?

    Mir sind eigentlich nur einige wenige Exoten bekannt die lebendes Futter benötigen. Für alle Arten die hier leben wird kein Lebendfutter benötigt.


    In diversen Filmchen auf Youtube habe ich gesehen, dass die Ameisen im Reagenzglas gehalten werden... Das ist doch viel zu klein

    Nein, Lasius niger kann sicher bis im dritten Jahr in einem Reagenzglas wohnen, Wenn einem Volk nichts anderes angeboten wird, finden bei Lasius niger, eine Königin und ca um die 100 Arbeiterinnen Platz in einem Reagenzglas.

    Ich möchte noch eine Studie einbringen, nur um noch einmal ein Gefühl zu den Temperaturen zugeben.

    Hier handelt es sich um Mediterrane Arte, die wohl eher höhere Temperaturen lieben.

    Es zeigt sich sehr klar, während bei 36 Grad die eine Art schon Probleme hat, ist es bei der anderen erst bei 54 Grad.


    Aus Naturbeobachtungen weiß ich das es Myrmica sp. Arten gibt, die auch an sehr heißen Tagen, teilweise auch zwischen aufgeheizten Steinen unterwegs waren.

    Ob es die Temperaturen sind, kann man nicht sagen, das ein paar Arbeiterinnen gleichzeitig sterben, kommt immer mal wieder vor,

    besonders bei kleinen Kolonien fällt das einem Halter schneller auf.

    Hallo Kryolan,


    bist du dir sicher das die Königin noch lebt?

    Hatte die Kolonie eine ausreichende Winterruhe?

    Irgendwie ist hier einiges komisch.


    Formica fusca entwickelt sich normal nicht so langsam.


    Bei manchen Arten die keine Königinnen mehr haben, fangen die Arbeiterrinnen an Eier zu legen,

    zum Teil sogar zeitgleich mit der letzten Brut.

    Aus diesen werden dann aber nur noch Männchen, dies wäre eine mögliche Erklärung.

    Hy,

    Herzlich Willkommen hier.


    Ich nehme mal an du wirst nicht gleich mit einer Riesen Kolonie starten, mach dir da nicht zu viel Stress.

    Die kommen eigentlich immer im Reagenzglas und es scheint ihnen mal nicht so schlecht zu gehen.

    Ja Messor barbarus entwickelt sich besser bei leicht erhöhten Temperaturen, sprich 25- 30 Grad.

    Aber sie entwickeln sich einfach nur weniger schnell wenn es mal darunter ist und überleben auch 15 Grad.

    So wie sie auch bei über 30 Grad überleben, wichtig ist nur immer, kein direkter Sonnenschein auf Arena oder Nest, denn dann wird es sehr schnell viel zu heiß.

    Aber sonst wenn die Kolonie sich jetzt ein bisschen langsamer entwickelt, ist das doch auch kein Problem?


    Wichtig ist es bei Messor, ihnen unterschiedlich feuchte Zonen in einem Nest anzubieten. Da die Körner deutlich Trockner lagern sollten, wie teile der Brut.

    Ich nehme mal an, diese Digfix Platten kommen in so geschlossene Kästen, da entweicht Feuchtigkeit ja schwerer.

    Ich würde erst beobachten, ob mit ab und an befeuchten, sie nicht genug Feuchtigkeit haben.


    Auch Lasius niger kann Ytong durchbeißen. Aber da spielen viele Parameter wie: Größe des Volks, Größe des Nest, Feuchtigkeit und anderes mit.

    Ist auch bei Messor barbarus nicht anders.

    Gips und Wasser, da hab ich keine gute Erfahrungen. Oft schimmelt es ziemlich schnell.

    Ich verwende bei allen Kolonien Vogeltränken, und gebe da einen kleinen Steine rein und trenne das ganze mit einer Gaze von dem Wassertank,

    so das die Ameisen nicht rein kommen, (hatte immer wieder Arbeiterinnen die da rein gegangen sind),

    ist aber jetzt nicht wirklich nach dem was du suchst.


    Ich kann mir nicht vorstellen das dies umsetzbar ist, was du möchtest.

    Woran liegt das? Ist darunter das Nest leer?

    Lasius flavus züchtet unterirdisch Wurzelläuse, dies schadet natürlich den Pflanzen.

    Lasius fuliginosus finde ich sehr hübsch. An Holzameisen fasziniert mich, wie sie ihre kunstvollen Gänge in das Holz arbeiten.

    Lasius fuliginosus ist nicht so einfach am Anfang, sie ist sozial hyperparasitäre. Sprich sie übernimmt ein Volk, einer anderen Gattung, meist Lasius umbratus oder Lasius mixtus die selber gründen schon meist in einem Volk von Lasius niger selten auch Lasius brunneus.

    Da bräuchtest du wenn du dir nur eine Königin fängst, zumindest Puppen von Lasius umbratus oder Lasius mixtus, es soll auch mit Puppen von Lasius niger gehen, aber keine Gewähr.

    Hallo Addi,

    herzlich Willkommen hier.

    Allerdings bin eher derjenige, der die Tiere in seinem Lebensraum lassen möchte und mich immer vorher frage, ob es Quälerei ist oder es den Tieren nicht gut tut, so gehalten zu werden.

    Darüber musst du dir keine Sorgen machen, anders wie bei Säugetieren, wird Ameisen nicht langweilig. Bei Ameisen gibt es Arbeiterinnen nur dafür, falls eine andere ausfällt, einzuspringen, Ansonsten haben sie keine Aufgabe. Solange sie genügend Futter finden und erfolgreich ihre Brut in Ruhe aufziehen können, spielt die Umgebung keine große Rolle.


    Deshalb ist für mich auch noch nicht klar, welche Ameise es schlussendlich sein soll.

    "Lasius" sind anscheinend etwas pflegeleichter (korrigiert mich, wenn es falsch ist), vom Verhalten her sind natürlich auch Camponotous oder die Waldameisen insgesamt auch interessant.

    Ob Lasius wirklich leichter ist, ist so eine Frage. Lasius niger ist am Anfang sicher leichter zu halten. Da sie sehr schnell wachsen. Kann aber mit der Zeit sehr fordernd beim Ausbruchsschutz sein. Auch werden sie sehr Volks-stark, Wenn sie mal über 10.000 sind, wird es doch herausfordernd. Aber z.b. Lasius flavus ist da wieder ganz anders. Besonders die Rekrutierung ist bei gefundener Beute immer wieder spannend anzusehen.


    Bei Camponotus kommt es auch sehr stark auf die Art an, Einheimische entwickeln sich sehr langsam, was sehr viel Geduld dem Besitzer abverlangt. Bei Südlichen Art sei das wohl anders. Imposant ist natürlich ihre Größe. Ansonsten würde ich besonders ligniperda/herculeanus als wenig aggressiv einstufen. (kommt aber immer auf die Situation und Temperatur an)


    Das halten von Waldameisen ist verboten, aus gutem Grund. Sie sind viel zu wertvoll für den Wald und da sollten sie auch bleiben.

    Ich habe mir gerade noch einmal die Bilder angesehen. Könnte es sich um die gleiche Art handeln wie die erste in diesem Bestimmungsthread, also eine Formica sensu stricto?

    Ja, ziemlich sicher, lass Sie wieder frei, da Sie geschützt ist.

    Damit will ich jetzt nicht dich persönlich angreifen, Ich kann ganz gut verstehen wie es dir ging, besonders wenn man am Anfang ist.

    Wenn man Monatelang eine Königin gesucht hat und nichts gefunden hat. Und dann weil man eine Kolonie haben möchte, welche bestellt

    und plötzlich findet man in der Natur auch welche. Dann ist das verlangen groß alles mitzunehmen was man findet.

    Nein, aber auch ja. Ich hab einfach zu viele Kolonien, um die ich mich kümmern muss und da ich will, dass es den allen gut geht, stecke ich entsprechend viel Zeit in die kleinen. Jedoch reizen sie mich nicht mehr so doll, wie vor einem Jahr und daher will ich alle Kolonien bis auf 2 abgeben um den Aufwand für mich zu reduzieren.

    Bitte überlegt es euch genau, Und wenn die Verlockung auch groß ist, aus einer einzelnen Königin kann ein Riesen Volk werden

    und das muss über Jahrzehnte betreut werden! Auch die kleine Einsteigerart kann wenn sie mal in die 1000 geht richtig hohe Ansprüche an Ausbruchsschutz haben.


    An REVEGATE, bevor du eine Art tötest versuch sie erst mal hier im Flohmarkt einem anderem Halter zukommen zu lassen.