Beiträge von LifeStyler

    Huiii, hier steckt ein bisschen Unwissen drin der verzapft wird (Stichwort: Ernteameisen) und zu viel Panikmacherei... :dance2:

    • Ernteameisen (Messor) würde ich schon als rasch wachsende Völker betrachten, welche jedoch einsteigerfreundlich sein - artenbedingt.
    • Myrmica rubra würde ich eher weniger als Einsteigerart betrachten auch wenn es viele für gut heißen, diese Art zu nehmen. Jedoch benötigen diese eine höhere Feuchtigkeit, ansonsten kommt es schnell zum Arbeitersterben.
    • Pflanzen sind auch für Einsteiger geeignet, nur...
      • ... muss diese gut gesichert sein, also keine Ameise darf dort graben können, Fliegengaze oder Schwämme können helfen.
      • ... muss der Halter die richtige Pflanze auswählen, Beckenhöhe und - breite mit max. Werte der Pflanze.
      • ... Pflanze sollte ähnliche Bedingungen aufweisen wie die Ameisenart (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit etc. sind bei Pflanzen zu beachten).
      • ... nicht von Großhändlern kaufen! Pflanzen werden oft mit Insektiziede besprüht.
    • Moos ist sehr natürlich, man muss aber wirklich damit rechnen dass das Volk unter das Moos ziehen kann (was bei Ytong oder Gipsnestern fast immer der Fall ist).

    Ruf doch mal einen Shop an und frag nach, wieso es diese seit längerem nicht mehr gibt und ob es diese überhaupt noch einmal geben wird :winking_face:


    Mal eine Gegenfrage:
    Wieso interessierst du dich für den Kauf einer Atta? Du hast kaum Platz und möchtest eine Art haben die mehrere Becken und meterlange Rohrsysteme benötigen und zu dem in der Anschaffung um die +200 Euro liegen und regelmäßig massig Blätter oder andere "pflanzliche Kost" benötigen, was extrem viel Aufwand ist, gerade wenn man nur ein Fahrrad besitzt...

    :interessant:

    Fürs erste ja, aber...

    ... ich habe hier noch die 6+1 Variante von damals und bei mir sind die Scheiben festgeklebt, denn diese Nester sind nicht für Arten mit kleinen Arbeitern geeignet, denn diese quetschen sich locker zwischen Gips und Glasscheibe durch, aber nicht wieder zurück ins Nest. Vom Prinzip sind es aber ganz gute Nester, aber auch nur, wenn man in die "große Kammer" eine Bohrung durch die Gipsseite anlegt und mit einem Schlauch verbindet, denn man benötigt eine gescheite Arena und nicht soetwas.... Für eine gescheite Fütterung kann man nämlich keinen zusätzlichen Ausbruchsschutz anbringen, darum habe ich den kompletten Klotz zu einem Nest gemacht!

    Furchtbar wenn Einsteiger etwas nicht als Antwort akzeptieren möchten, nur um Recht zu haben...


    Spüli nimmt sicherlich die Oberflächenspannung, aber auch den Schutz vor dem Ertrinken! Gerade kleine Ameisen werden schnell durch die Kraft des Wasser in dieses hineingezogen und ertrinken.
    Viele Halter haben durch Spüli schon große Einbußen bei Völkern hinnehmen müssen, was aus meiner Sicht eine falsche Haltung ist.

    So wie ich den Text nun gelesen habe und verstehe, wird die Grundaufgabe jeder einzelnen Ameise im Larvenstadium entschieden.

    Vielleicht liegt bei vielen mysteriösen Ameisensterben (in der Haltung) dort das Problem, weil die Aufgabenverteilung auch eben durch Temperatur etc. beeinflusst wird. Wenn also die Haltung konstant immer die Selbe ist, dann haben kommen doch theoretisch die selben "Arbeitergruppen" dabei heraus und irgendwann gibt es zum Beispiel keine Brutpfleger mehr und somit kommt es zum Larvensterben.

    Oft beobachten man ja ab einer gewissen Volkgröße bei Pheidologeton diversus ein plötzliches aussterben dieses Volkes, obwohl absolut nichts an der Haltung verändert wurde.


    Was meint ihr?

    Soldaten ja aber die gehören auch zu der Familie Pheidole.

    Damit das nicht missverstanden wird, gerade von den anderen Einsteigern:

    Soldaten kann man nicht nur einer Gattung (z.B. Pheidole) zuordnen, denn viele andere Gattungen haben ebenfalls eine Soldaten-Kaste! Und eher bei anderen Arten hat das Wort Soldat wirklich die Aufgabe zum Angriff bzw. der Verteidigung, was bei Pheidole in der Regel nicht der Fall ist. Bei Pheidole pallidula sind Soldaten eben wie weiter oben bereits erwähnt für schwer zu knackendes Futter wichtig, eben wenn der Chitinpanzer hart ist (Schaben) oder eben Körner gefunden wurden, welche von P. pallidula ebenfalls in geringeren Mengen gerne aufgenommen werden. Aber wenn das Nest angegriffen wird, dann strömen Arbeiter und Soldaten in gleicher Anzahl heraus, was bei anderen Arten oft eher nur die Soldaten erledigen.

    Pheidole können viele Probleme mit sich bringen, wenn man in der Ameisenhaltung recht neu ist...

    • rasend schneller Vermehrung
    • kleinste Schupflöcher im Ausbruchsschutz und schon kommen sie aus der Anlage raus, da sie nu ein 1mm großes Loch benötigen!
    • Wassergraben ist schwachsin! Pheidole können über die Wasseroberflächenspannung laufen!
    • sehr gefrässig, also man sollte stets genügend Futtertiere zur Verfügung haben.

    1- 100 Pheidole stellen wahrlich keine Herausforderung, jedoch können die Geschlechtstiere (nach ca. 1 Jahr!) ein weiteres Problem bieten, wenn man keinen gescheiten Deckel verwendet. und von 100 auf 1.000 Individuen benötigt diese Gattung nicht sonderlich viel Zeit bei richtiger Haltung.

    Hör also bitte auf, andere gezielt auf diese Art aufmerksam zu machen - gerade, da sich jeder selbst auf eine Art festlegen sollte und nicht einfach irgendetwas vorgesetzt bekommen. Du weißt doch nichtmal, ob diese Art berliner von seiner Lebensweise her überhaupt zusagt.
    Zudem sind Soldaten kein Argument für einen Kauf. Letztendlich sind das auch nur Arbeiterinnen, die einen besonders großen Kopf haben - und eben dazu dienen, besonders schwer verarbeitbare Nahrung zu zerkleinern. Besonders aufregend ist das nun nicht, außer, dass sich das Wort Soldat cool anhört und auf eine besonders spannende Art hindeutet. Das ist aber ein Trugschluss.

    Kaufargument sollte immer nur sein, ob man selbst eine Art als passend empfindet - sei es nun vom Aussehen her oder der Lebensweise, die doch recht unterschiedlich ist.
    Ich würde auch niemandem zu Blattschneiderameisen raten, nur weil ICH diese Ameisen besonders spannend finde. Andere finden Blattschneider furchtbar langweilig. Soll sich doch jeder selbst sein Bild machen.

    :gutgemacht:

    Den Shop möchte ich wissen :grinning_squinting_face:

    Den Zwischenraum von Ytong und Glas- oder Acrylglasscheibe kann man ganz simpel mit Silikon abdichten, welchen die meisten sowieso verwenden um die Glasscheibe anzukleben, denn nicht jeder Verschraubt die Scheibe ...

    Schimmelbildung kann in jedem Nest entstehen! Dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel Futtertierreste oder andere organische Stoffe. Die Feuchtigkeit dieser Nester beschleunigt die Schimmelentwicklung, aber ohne Feuchtigkeit gibts keine Brutentwicklung bei den Ameisen ... :face_with_rolling_eyes:


    Ich vermute einfach mal, dass dir der Shop von Ytong und Gips abgeraten hat, weil der sich dadurch einfach nur erhofft dass du dir eine so arschteure Farm oder ein Starter-Set anschaffst!

    Pheidole benötigen recht feuchte Nester, dass kann ein Korknest nicht bieten.

    Du wirst um ein Erdnest, Ameisenfarm, Ytong- oder Gipsnest nicht drum herum kommen. Ein Ytong- bzw. Gipsnest sind quasi mit dem Korknest zu vergleichen, in dem man genauso viel Einsicht ins Nest erhält. Hauptunterschied (der Wichtigste zugleich) ist eben das Ytong und Gips das Wasser aufsaugen und dadurch die Feuchtigkeit über eine gewisse Zeit (abhängig von der Nestgröße) speichert und somit die Nestfeuchtigkeit konstant hält. Kork saugt kein oder nur minimal Wasser auf.

    Eine Winterruhe oder Temperatursenkung bedeutet nicht das man nicht weiter nach den Ameisen schauen darf... sogar in tiefste Winterruhe kann man täglich nach seinen Ameisen schauen, nur wird das nach einer gewissen Zeit langweilig, denn sie bewegen sie ja kaum noch.

    Und das sie diese Absenkung "nicht" benötigen stelle ich in Frage, denn wenn man sich Klimatabellen vom Herkunftsland anschaut, dann sieht man dass es auch in Südeuropa schneit. Türkei ist noch etwas wärmer als Spanien oder Italien, aber dort kann es auch zu Schneefall kommen oder zumindest Temperaturen unter 10°C über einen längeren Zeitraum.

    Man kann immer wenn man möchte ein Nest anbieten, es darf nur nie zu groß sein... also sollte man nicht unbedingt direkt ein riesiges Nest anbieten. Aber Pheidole können im Normalfall bis ca. 200 Individuen in einem Reagenzglas gehalten werden.

    2 Wochen Winterruhe ist keine wirklich lange Zeit, auch für eine verkürzte Winterruhe nicht... 2-4 Wochen dauert bei den einheimischen Arten allein das langsam Absenken der Temperatur. Also ich würde die an deiner Stelle noch bis Ende Januar an einem kühleren Ort stehen lassen und dann zurück in dein Zimmer holen.