Beiträge von Teff

    ice_trey Ach schade, aber nachträglich Kompliment für die Farm: Hätte von den Bildern niemals gedacht, dass das ein Eigenbau ist - Hut ab!

    LifeStyler Die Idee mit kleinen Projekten + Deadline finde ich ziemlich gut! Oft ist die Winterruhe vorbei und ich stelle erstaunt fest, dass ich viele Dinge zu lange aufgeschoben habe! Ich wäre also dabei und wie der Zufall will hab ich auch schon was (realistisches) im Sinn!

    Und eine sehr schöne Kolonie auch, toll wie viel Brut sie hatten.

    ice_trey Danke, ich bin auch ziemlich nostalgisch geworden, als ich die Bilder rausgesucht habe :grinning_squinting_face: Magst du vielleicht noch kurz sagen was du da in deiner Farm hast? Das ist ja kein gekaufter Kork-Einsatz, oder? Hast du ihnen ein Anfangsnest "gegraben"? Die Gänge sehen sehr natürlich aus - haben sie schon selber erweitert?

    Und dann noch was aus dem Archiv - leider nur Bilder vom Nest. Die Arena war so spartanisch, dass ich davon wohl keine Bilder gemacht habe :thinking_face: Das Nest war ziemlich groß - das Glas war glaube ich von einem 18x24 Bilderrahmen. Gegossen aus purem Zement mit eingegossenen Schlauchverbindern links und rechts. Auf einer Seite war immer ein Reagenzglas mit Wasser angesteckt - den Camponotus ligniperdus hat das an Feuchtigkeit locker gereicht. Gelernte Lekion damals: purer Zement schrumpft und bekommt leicht Risse (sieht man am bewohnten Bild über den Schlauchverbindern). Gebrochen ist es aber nicht! Spätere Nester waren dann immer mit Armierung (Glasfaser oder Metall) und beigemischtem Sand. Löst das Problem!

    Ich schließe mich hier mal an - ohne Bewertung allerdings, weil das zu subjektiv ist. Aber als kleine Sammlung von Bildern und Ideen finde ich das schon gut - wer hat nicht schon eine Google-Bilder-Suche nach "Formicarium" gemacht? :winking_face:

    Aktuell halte ich nur eine ganz frische Myrmica sp. Kolonie die nicht viel braucht, aber schon in meinem Lieblings-Nest-Setup wohnt: einem Einmachglas mit viel Dreck und quasi null Einsicht. Die Bilder sind jetzt gerade entstanden (Winterruhe auf dem Dachboden + künstliches Licht), also wenig spektakulär. Arena gibts bei der Koloniegröße noch keine :winking_face:

    Hey Funfundzwanzig, Brut? Das klingt ja schon mal gut! Hättest du früher von Futtermilben geschrieben hätte ich wahrscheinlich gesagt: ignorieren, bloß nicht umziehen! Die schaden deinen Ameisen erstmal nicht und klauen nur etwas Futter. Evtl. sind es auch einfach Springschwänze? Die gehen ebenfalls sowohl an Zucker als auch Protein / tote Insekten und sind super nützlich, genau wie deine Asseln.

    Springschwänze und Milben mögen es i.d.R. feucht, d.h. eigentlich wird man sie nur durch austrocknen los. Das ist aber bei dir keine Option. Wenn sie jetzt also wieder auftauchen wäre mein Tipp: keine Panik, einfach weitermachen. Und v.a. die Königin nicht unnötig stressen!

    Hey Forcemaster, danke auch dir!

    Das weiss ich natürlich - und ein wenig Gespür dafür hab ich in den letzten 15 Jahren schon bekommen :winking_face:

    Aber das ist ja genau das wofür ich mich begeistere: das Hobby ist immer noch genug Nische bzw. so wahnsinnig vielseitig, dass es nicht die fertige Standardlösung gibt. Irgendwie muss man immer adaptieren, improvisieren oder zumindest kreativ kombinieren.

    Und da ist Input anderer super hilfreich - gar nicht mal um ihn immer 1:1 umzusetzen, sondern als Inspiration!

    Die Basteltipps waren also natürlich meine erste Lektüre hier auf dem Forum und haben mir viel Freude bereitet - diese Drahtdinger zum Verschließen von Tüten als Futterschale? Phänomenal :grinning_face_with_smiling_eyes:

    LG, Teff

    Hey, guten Morgen!

    1-2 mal pro Woche klingt realistisch und gut, 10x pro Tag eher nicht!

    Was frisst / holt sie denn? Auch Protein / Insekten oder (fast) nur Zucker? Hat sich bei deinem Dekorieren noch etwas geändert, z.B. Feuchtigkeit oder ist ihr Nest jetzt im Schatten, unter Moos etc?

    LG

    Hey, Danke euch für die schnellen Tipps! Obwohl ich in Bayern mit jeder Menge ORF, FM4 etc aufgewachsen bin musste ich Tixo erstmal googlen :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Könnte mir vorstellen, dass Klebeband auf unbehandeltem Holz nicht ewig hält. Wahrscheinlich probiere ich dann zuerst einen fiesen PU Klarlack. Ich mag Ewigkeit :upside_down_face:

    Apropos Ewigkeit: wenn ich dann in X Monaten mal Zeit gefunden habe das zu machen reiche ich natürlich Bilder nach ...

    LG

    Wie immer gegen Ende eines Urlaubs überkommt mich der Tatendrang und ich würde für nächstes Jahr gerne eine hübschere Arena bauen. Ein Glasbecken mit Deckel bzw Rahmen aus einfachen Kiefernleisten. Das sieht nett aus und ist ziemlich einfach zu machen.

    Meine Frage wäre ob evtl hier schon mal jemand die gängigen Formen des Ausbruchschutz (Parafin, Talkum etc) auf Holz (natur, lackiert, lasiert, geölt, gewachst, ganz egal) probiert hat.

    Danke, LG

    Ich oute mich mal wieder als Myrmica Fan :winking_face_with_tongue: Und zwar kommt mir Myrmica ruginodis in den Sinn. Ich hab lange Myrmica rubra gehalten und denke die meisten Eigenschaften sind übertragbar:

    Sie sind nicht ganz klein, also gut zu beobachten. Trotzdem sind sie eher gemütlich unterwegs, brauchen also nicht so viel Auslauf wie z.B. schnelle Formicas. Ich hatte auch nie Probleme mit Ausbrüchen, obwohl ich eher weniger füttere. Meinen Seifert hab ich gerade nicht zur Hand, aber laut Wikis und Shops werden es max. mehrere Tausend. Das hab ich im Wald aber noch NIE gesehen, ein paar Hundert vielleicht ... Und selbst Tausend Myrmicas brauchen wahrscheinlich weniger Platz als 200 Camponotus ligniperda.

    Ein Nachteil ist u.U. die Nestart. Gips ist nach meiner Erfahrung nur schwer dauerhaft ausreichend feucht zu halten (ohne Schaden zu nehmen). Deshalb gibt's bei mir Erde. Andere Nester hab ich für Myrmica nicht probiert.

    Mein (völlig subjektiver) Tipp also: nächstes Jahr Myrmica ruginodis :winking_face:

    Hier etwas verspätet das versprochene Update:

    Ich hatte tatsächlich noch eine angebrochene Kartusche Aquariensilikon im Keller. Aber, oh Wunder, die war natürlich schon eingetrocknet. Also hab ich die trockene Schicht einfach durchstochen um an das begehrte Material zu kommen. Es kam dann mit kräftigem Drücken auch etwas frisches Silikon raus. Dabei hab ich allerdings meine Pistole zerstört. Und der Versuch das Silikon mit einem Pinsel aufzutragen war so hässlich, dass ich es am Ende wieder entfernt habe. Schließlich ist mir die Zeit ausgegangen, ich musste ohne Trennschicht arbeiten. Halb so schlimm: die Kolonie ist noch so klein, dass es eh noch 1-2 Jahre dauert, bis die ersten Seramis Stückchen an die Oberfläche kommen. Und dann starte ich einfach noch einen Versuch :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Um aber einen positiven Abschluß zu haben hier aber noch ein spannender Fund: Lavagranulat (auch Lavamulch). Das ist deutlich schwerer und hübscher als Seramis und sollte rauh genug sein um etwas Wasser zu speichern und an die Erde darüber abzugeben. Bisher kannte ich das nur aus dem Baumarkt in sehr großer, für mich nicht brauchbarer Körnung (16+mm). Allerdings hab ich jetzt gesehen, dass es das auch in kleinerer Körnung 5mm bzw. 8mm gibt, z.B. für Bonsaierde. Aktuell habe ich kein weiteres Nest einzurichten, aber das werde ich sicher mal probieren.

    Hey ihr zwei, Dankeschön + Dankeschön :upside_down_face: Stimmt, Silikon wäre tatsächlich einen Versuch wert! Ich probiere das mal aus in einem Einmachglas. Das hat einen recht großen Grundriss, da komme ich vermutlich gut in die Ecken. Aquariensilikon hab ich mit etwas Glück auch noch im Keller. Das Nest ist für Myrmica rubra (die werden einfach nie langweilig) - da geht sicher auch mein Nylon- (o.ä.) Netz. Auch noch im Keller. Los gehts - ich berichte ...

    Hallo Ameisenhalter, ich wollte mal fragen was ihr als Drainage in euren Erdnestern verwendet. Hintergrund ist dieser:
    Ich habe bisher meistens Seramis verwendet, weil es mir erlaubt die Farm von unten zu befeuchten. Das Wasser steigt auf und kommt in direkten Kontakt mit der Erde. Erde feucht, Ameisen glücklich.

    Doch das ganze hat einen Haken: Seramis wiegt nur sehr wenig und wird auch von kleineren Arten mühelos ausgegraben. D.h. im schlimmsten Fall keine Drainage mehr und überall rote Steinchen an der Oberfläche: Ameisenhalter unglücklich.

    Ich hab auch Trennschichten versucht, aber ohne viel Erfolg. Fliegengitter (Plastik, Nylon o.ä.) wurde von Camponotus zerbissen, andere Arten finden immer irgendwie / irgendwo eine kleine Falte wo sie außenrum kommen. Andere Materialien waren zu dick. dadurch ging der Kontakt zwischen Drainage und Erde verloren und die Erde trocknete aus.

    Was verwendet ihr? Ein schwereres Material als Drainage? Eine bessere Trennschicht? Rote Erde? :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Bin gespannt, Danke!

    Gleich vorweg: leider nein, da muss ich aktuell noch passen. Auch wenn ich das natürlich total gut und spannend finde! Gibt immer mal wieder Berichte darüber - und evtl. ja dann hier auch mal den ein oder anderen :winking_face:

    Ein bisschen gewundert habe ich mich immer über den starken Fokus auf Waldameisen! Weil sie so nützlich sind? Weil sie wirklich seltener sind als andere Arten? Sind sie einfach leichter umzusiedeln als andere Arten (i.d.R. polygyn, große Kolonien, großer oberirdischer Nestteil, etc)?

    Du hattest ja die Haltung der bayerischen Sektion zum Thema Ameisenhaltung schon angesprochen. Ich zitiere mal direkt aus dem ersten Absatz auf der Startseite https://ameisenschutzwarte-bayern.de:

    Zitat

    Die Mitglieder der Ameisenschutzwarte LV Bayern e.V. verurteilen den Import und den Handel mit Ameisen in Deutschland auf das Schärfste. [...] Die Haltung von heimischen Arten zum Zwecke der zur Schaustellung lehnen wir ebenso ab, wie die private Haltung dieser Ameisen.

    Das ist bestimmt nicht förderlich für das Gewinnen neuer (besonders junger) Mitglieder. Bert Hölldobler hat in einem Interview erzählt, dass er als Kind einheimische Arten gehalten hat. Wäre schon schade gewesen, wenn er das nicht gemacht hätte.

    Ich will aber nicht meckern - ich hab großen Respekt davor, dass Menschen sich in ihrer Freizeit engagieren und damit unser aller Natur schützen. Dankeschön :smiling_face:

    Ja genau, 25mm Glas/Fliesenbohrer mit Diamantkrone. Ganz glatt sind die Gläser wirklich nicht - aber zum Bohren und Verschrauben (notfalls mit Dichtungsring) gut genug. Normalerweise lege ich mir das Glas flach hin, fixiert zwischen zwei Bretter o.ä. damit es nicht wegrutscht. Dann kommt ein großzügiger Ring aus Plastilin aufs Glas, um die Stelle wo das Loch hin soll. Da dann etwas Wasser reinfüllen und quasi unter Wasser bohren. Den Bohrer zuerst schräg ansetzen und nur eine Seite anritzen, sonst wandert er übers ganze Glas. Langsam aufstellen und gemütlich ohne Druck durchbohren. Gibt sicher viele Videos die das besser erklären als ich :smiling_face:

    Am Ende ist es bei mir nie ganz perfekt, aber Kratzer und Ecken verschwinden dann unter der Kabelverschraubung :grinning_squinting_face:

    Mein Favorit für diy Farmen / Erdnester sind eckige Einmachgläser (siehe Drahtbügelgläser, Bügelgläser)! Die sind ziemlich robust, verkratzen nicht und haben keine Silikonfugen die die Ameisen zum Ausbrechen nutzen können. Den Überhang unter der Öffnung kann man prima (und schön!) mit Parafin absichern. Die Oberfläche lässt sich dank der großen Öffnung auch gut gestalten. Da die Ameisen viel Platz zum Graben haben sieht man vom Nest natürlich wenig - Geschmackssache : )

    Einfach Bügelverschluss entfernen, links und rechts eine 25mm Bohrung rein für M25 Kabelverschraubungen / Würgenippel, unten eine 3mm Bohrung um die Drainage zu bewässern (ggf. absichern!).

    Die Gläser gibt es in unterschiedlichen Größen (3 Liter und mehr) z.B. bei flaschenland.de, glaeserundflaschen.de. Teuer sind nur die (Fliesen/Glas-) Bohrer, nicht die Gläser ...