Was nehm ich denn jetzt als Boden?

  • Ich stand vorhin wieder im Zooladen und so ganz langsam verzweifle ich beim Thema Boden! Das Formicarium wäre längst fertig, wenn ich mir endlich schlüssig werden würde, was ich nun als Arenaboden nehme:

    Der Terrariensand hat ungefähr die gleiche Konsistenz wie Vogelsand, der ist für Lasius niger ja nun bekanntlich zu fein. Der Terrarienkies ist aber gleich wieder so grob, dass die Körnung die Größe der Ameisen übersteigt. Auch wenn wir die Frage schon mehrfach hatten: Was nehmt ihr und mit welcher Körnung? Was haltet ihr von Kies mit der Körnung 2-3mm? Hat jemand Erfahrung mit gröberem Sand? Oder hat evtl. noch jemand 'ne geniale Lösung, an die ich noch gar nicht gedacht habe? Ich will endlich mal fertig werden :frowning_face: ...Entscheidungen treffen war noch nie meine Stärke.

  • Ich habe meinen Boden mit 0,5cm Gips ausgegossen (Vorsicht, der dehnt sich beim haerten, daher an den Seiten beim ausgiessen mittels einer Kartonscheibe fuer etwas Luft sorgen).
    Auf diesen Gips habe ich waehrend der Haertung grobkaernigen Sand gestreut. So koennen sie sich nicht einduddeln oder Zwischenraeume nutzen und es sieht natuerlich aus.

    ciao
    Witzman

    Dieser Beitrag wurde 5648 mal editiert, zum letzten Mal von Witzman am 36.14.4834 16:58.

  • Die Idee hatte ich auch schon, aber Gips macht sich doch in Verbindung mit feuchtigkeit eigentlich gar nicht so gut, oder? Ich kenn das nur aus dem Innenausbau, in feuchten Räumen nimmt man generell keinen Gips, weil er unter Umständen wegfault. Auf der Anderen Seite machen ja auch einige Halter Nester aus Gips...Wie lange hast du das schon?

  • Wenn Du den perfekten Boden für sie willst,
    dann nimm einfache Gartenerde.
    Suchst Du nach einer Möglichkeit sie so zu halten um sie
    gut beobachten zu können, ist auch ein flach liegender Y-Stein
    prima geeignet.

  • Wenn man normalen Vogelsand nimmt und ihn am Anfang feucht macht wird der Sand fest. Das habe ich so bei meinen Pheidole genommen. Ihnen stört das nicht. versuche es doch einfach.


    mfg

    Den auß Felern wirt mann Kluk.

  • Cookie: Lasius niger auch nicht, daher die Frage nach der Körnung. Aber ich denke das kann man nur ausprobieren.

    Ich hab mich jetzt auf ne ganz neue Methode festgelegt: ich gieße (danke Witzman) eine Gipsplatte, die ein Stück vom Ytong weg steht, damit sie nicht direkt mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Diese wird mit Terrariensand beschichtet, damit das ganze auch gut aussieht. Der Zwischenraum zwischen dem in der Arena stehenden Nestteil und "Arenaplatte" wird mit Seramis aufgegefüllt, das große Nest wird durch eine Glasplette abgeschirmt. Habt ihr schonmal erlebt, dass Ameisen im Seramis rumbuddeln? Wenn ja wird das kleine Nest halt auch abgedichtet und alles mit Sand oder Kies aufgefüllt.

  • Den Zwischenteil mit Seramis zu befüllen wär glaub ich nicht so eine gute Idee.
    Das Seramis würde sich ja über den feuchten Ytong auch voll saugen und die Feuchtigkeit an die Gipsplatte weitergeben.

  • Das mit der Feuchtigkeit hab ich mir auch überlegt, hab schon nen neuen Plan :smiling_face: das wechselt jetzt täglich :winking_face: Es wäre auch nicht so schlimm gewesen, wenn sie darauf nicht laufen könnten, aber die Idee hat eh mir nicht so richtig gefallen...

  • auf feinen sand können doch alle ameisen gut laufen, oder. es ist doch nur so dass kleinere ameisen auf groben sand schlecht laufen können, während größere arten damit kein problem haben. allerdings kann man sich als ameise in feinen sand leichter eingraben, vorausgesetzt der sand wird feucht.

    grüße houve

  • ?(Ich glaube es ist eher genau anders herum: kleinere Ameisenarten können sich auf feinem Sand (z.B. Vogelsand) schlecht fortbewegen, weil die Körnchen so schnell wegrollen. Richtig grober Sand bzw. feiner Kies sind dagegen recht gut geeignet. Mit dem Eingraben hast du auf jeden Fall Recht, das geht in feuchtem Sand hervorragend.

    Ich hab mir jetzt nen Sand mit ner Körnung von 0,2-1mm besorgt, mit dem die Gipsplatte beschichtet wird. Feuchtigkeit ist kein Thema mehr, alle Nestbereiche sind wasserdicht abgeschirmt.

    Ich werde denke ich mal kleine Teile des Formicariums mit losem Sand, Seramis und evtl sogar verschiedenen Kiesarten füllen und mal effektiv ausprobieren, was sich eignet und was nicht. Das Ergebnis wird natürlich gepostet!

  • Ich hab mein Formi mit einer Schicht Außenputzt ausgegossen und diese mit Sand, Kiesel und Steinen beschichtet. Es ist allerdings noch unbewohnt... bis zu Frühjahr.

    Ist steinhart, keine Rillen zu sehen und ich denke, da es Putzt für außen ist, auch etwas Wasserbeständig.

    Mfg Felix

  • Nehmen wir an man baut eine Gipsplatte, legt diese ins Formicarium und streut außem rum ganz Feinen Sand. Dann müßte es doch Ameisen egal welcher Größe vom Buddeln abhalten? (Voraussetzung der Sand bleibt trocken)

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