Gefrorene Fliegen

  • Hi Leute da meine Messor spec. Kolonie nun so einen enormen Eiweiß bedarf hat, züchte ich nun selber aus Pinki maden Fliegen. Dann scheibe ich sie in die Gefriertruhe und verfüttere sie nach bedarf.Macht das was aus wenn ich sie dan auftaue also geht Eiweiß oder soetwas verloren. Sonst würde ich auf Heimchen umsteigen.


    Mfg Oli.

  • Hallo Oli,


    ich habe früher auch immer Heimchen und Fliegen nach dem überbrühen eingefroren um sie zu lagern.
    Ich würde es nicht mehr machen, die Ameisen haben die Heimchen NIE angenommen, Fliegen auch nicht(obwohl ich sie auftauen lassen habe).
    Nach einigen Tagen bin ich auf frische Fliegen und Heimchen umgestiegen und siehe da, sie frassen...


    Fazit: Ich würde Futtertiere nur einfrieren, wenns nicht anderst geht.


    MfG


    Michi

  • Denke das ist von Volk zu Volk *mal Sahal winkt* unterschiedlich.


    Meine beiden Lasius niger Völker stehen total auf Tiefkühlkost. Ich kauf die Mehlwürmer und Heimchen aus der Dose, frier sie ein, Und entnehme sie bei Bedarf einzeln. Aufgetaut werden sie mittels überbrühen. So eine Dose kostet um die 4 Euro und hält bei mir etwa ein Jahr.


    Zwischendurch füttere ich auch frisch gefangene Stubenfliegen (je nach Gelegenheit) welche lieber genommen werden als die Tiefkühlkost. Aber genommen wird beides

  • Es geht darum, dass sie wieder auftauen Atta :D
    Steinharte und eiskalte Insekten wollen Ameisen auch nicht ;)


    Bei mir wurden gefrorene Mehlwürmer nach einigen Monaten noch angenommen. An den verschiedenen Statements kann man mal wieder erkennen, dass eine Pauschalierung bei Ameisen nicht möglich ist, jede Kolonie hat andere Vorlieben. Frischkost bevorzugen allerdings alle meine Ameisen...

    Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern.

  • Das Überbrühen nach der Entnahme aus dem Froster hat noch einen anderen Effekt: es tötet Bakterien, die an einem langsam auftauenden Futtertier aktiv werden, denn die Gefriertruhe tötet diese (und andere Parasiten, wenn man sie vorher nicht überbrüht hat) entgegen der landläufigen Meinung nicht vollständig ab! Ihr wisst ja: einmal aufgetaute Lebensmittel verderben nach dem Auftauen auch schneller, weshalb man sie sofort zubereiten sollte... bei Mehlwürmern ist das nicht anders. Durch das Überbrühen sind sie zum Einen sofort "Verzehrfertig", andererseits halten sie einfach länger.

  • Hallo,


    ich hab immer diese Boxen aus dem Zoohandel, mit ein paar dutzend Heimchen gekauft, diese direkt in siedendes Wasser gegeben und danach eingefroren.
    Dann sind die Parasiten schon abgetötet und man muss sie nicht alle einzeln wieder beim auftauen überbrühen.
    Der Nachteil, man muss vor dem Verfüttern ein wenig warten, damit man keine Tiefkühlkost anbietet.


    MfG


    Michi

  • "Die Boxen aus dem Zoohandel" sollte man eh noch 2-3 Mal richtig füttern bevor man sie in irgendeiner Form den Ameisen anbietet. Meißt sind die nämlich komplett ausgehungert was sich sehr Nachteilig auf ihren eigenen Nährstoffgehalt auswirkt.

  • @Michi_King: Das stimmt so nicht ganz. Du wirst die Tiere nach dem Überbrühen kaum vakuumverpacken... die entsprechenden Bakterien befinden sich aber überall und besiedeln das Futter, sobald du es der Luft aussetzt. Die frierst du mit ein. Das ist übrigens auch die Erklärung, warum man die "Kühlkette" bei TK-Ware nicht unterbrechen darf: bei jedem Auftauvorgang können sich diese (durch die Kälte zumeist inaktiven) Keime vermehren und man friert viel mehr davon wieder ein, als man aufgetaut hat. Deshalb sind auch eingefrorene Nahrungsmittel nicht unbegrenzt haltbar. Zudem: schonmal ne Gefriertruhe abgetaut? Jetzt weißt du, warum :D


    Bei Heimchen/ Mehlis, die ja sehr schnell auftauen, kann schon das Öffnen der Gefrieschrank-Tür ausreichen, um eine Vermehrung von Keimen zu verursachen. Lässt man die dann vor dem Verfüttern nur auftauen, ist die Keimbelastung also bereits viel höher als bei frisch überbrühten Futtertieren und vergrößert sich zudem noch während der Auftauphase. Ergo: sie verderben schneller. Da hilft nur erneutes überbrühen.


    Zum Nährwert frisch gekaufter Futtertiere hat dir MortumAmoris bereits alles gesagt. Das gilt nicht nur für Heimchen, sondern für alle Futtertiere aus dem Handel. Vor allem bei Mehlis sollte man darauf achten, sie ordentlich "aufzuwerten" (also zu füttern) bevor man sie anbietet, denn die überleben nahezu ewig ohne Futter... viele Händler nutzen das aus (so kann man sie länger anbieten, da sie sich ohne Nahrung nicht weiter entwickeln) und halten sie nur in Sägemehl/ Einstreu. Die sind meistens etwa so nahrhaft wie Pappe ;)

  • Ich glaube da muss man auch einiges ausprobieren... das wechselte bei mir von Volk zu Volk (selbst innerhalb der selben Art)... das Eine wollte gar keine Tiefkühlkost, das nächste nahm nur Mehli-Puppen aus dem Froster, das nächste frisst, was in die Arena kommt :). Fakt ist nur, dass ich sowohl vor als auch nach dem Frosten überbrühen und aufpassen würde, dass ich nur wirklich nahrhafte Kost einfriere (also: keine ausgehungerten Futtertiere).

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