Beiträge von Pi.Ag3

    Hi,

    Ich warte noch darauf, die nötigen Sachen geschickt zu bekommen; BioAnt noch anwesend?!

    Also ich verschicke 100% verstorbene Ameisen, wenn ich damit jemanden einen gefallen tun kann, ohne das ich oder andere davon einen Schaden haben


    Klar, würde doch fast jeder machen?

    Gehen die jetzigen Kritiker eventuell später auch auf dieser (eventuell im Web?) Seite und nutzen deren Bestimmungsschlüssel? (ich bitte darum die Kritiker diese beiden Fragen mal zu beantworten...) :winking_face:


    Joa, wenn da schon meine Ameisen drauf zu sehen sind, schon :grinning_squinting_face: Ne im Ernst, wenn sie gut wird, natürlich. Ich bezweifel halt nur , ob sie so gut wird.
    Ich bin halt sehr skeptisch, und diese Skepsis wird mir doch niemand übel nehmen können.

    Grüße, Pi


    P.S.: Er war seit dem 31. nicht online, das heißt er hat gar nicht die Disskussion hier mitbekommen, sehe ich gerade. Außerdem hat er nichtmal meinen ersten kritischen Post (4) mitbekommen, was heißt, wir (ich) können ihn gar nicht verscheucht haben.

    Hi,

    Serviformica fusca eignet sich sehr gut zur Vergesellschaftung mit anderen Ameisenarten. Jedoch ist selbst in dieser Hinsicht nicht einfach jede Vergesellschaftung mit jeder beliebigen Art möglich, es gibt einige Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Von ihnen hängt eine erfolgreiche Vergesellschaftung ab.
    Ich zähle mal einige auf;

    1) Die Verträglichkeitkeit einer anderen Art; In diesem Fall auf Formica fusca bezogen ist eine Vergesellschaftung mit vielen Art möglich, da Serviformica fusca selbst eine relativ undominante Art ist. Wenn Platz, Koloniegröße und Einrichtung (bzw die ganzen anderen Faktoren) richtig sind, klappt dies sogar mit agressiveren Arten wie Myrmica rubra. Jedoch sollte auf die sehr dominanten Arten verzichtet werden wie Lasius niger, Lasius emarginatus oder gar Sklavenjägern wie Raptiformica sanguinea. Optimal eigenen sich Arten, die selbst undominant auftreten, sprich Temno/Leptothorax Spezies. Ebenso möglich mit Arten, welche einen anderen Lebensraum bevorzugen, und daher nicht in direkter Konkurenz stehen; Wie Myrmecina graminicola oder Lasius flavus, sofern diesen Arten der nötige Lebensraum geboten wird (in diesem Fall Erdnesthaltung in Verbindung mit Pflanzen und Wurzelläusen)
    Auf Arteigene Kolonien wird mWn oft aggressiv reagiert.

    2) Die Koloniegröße; Der Faktor der Koloniegröße gilt für beide zu Vergesellschaftenden Kolonien und ist abhängig von der Größe des zur Verfügung stehenden Platzen und der Einrichtung. Auch wenn Formica fusca allgemeinhin unter Haltern als kleinbleibende Art gilt, ein ausgewachsenes Volk von 2000 Arbeiterinnen ist nicht zu unterschätzen. Das heißt, in einem 60x30 Terrarium mit richtiger Austattung ist wahrscheinlich nichtmal mehr eine Vergesellschaftung mit Temno/Leptothorax Spezies möglich. Je größer die Kolonie, umso größer das Aggressionspotenzial und die unter Kontrolle stehende Fläche der furagierenden Arbeiterinnen, welche eine andere Kolonie ausschließen könnten. Bei zwei kleineren Kolonien ist eine Vergesellschaftung bei richtiger Einrichtung des Formikariums sehr unproblematisch, dies kann aber sich inerhalb eines Jahres schon ändern. Man sollte also rechtzeitig beide Kolonien trennen können, oder mit Kämpfen untereinander rechnen.

    3) Die Größe des Formikariums; Kurz und bündig: Je größer desto besser. Den Arten muss genügend Raum zum zurückweichen bei zu großer Bedrängung der jeweils anderen Art gegeben sein. Die eigendliche Größe hängt aber nicht nur von den Maßen des leeren Terrariums ab, sondern auch von der Einrichtung. Man muss bedenken, dass sich die Fläche des furagierens mit jedem Blatt in der Arena um einges vergrößert.

    4) Die richtige Einrichtung des Formikariums; Dies ist einer der wichtigsten Punkte schlechthin bei der Vergesellschaftung. Man sollte bedenken, dass eine erfolgreiche Vergesellschaftung wohl nie stattfinden kann, wenn die Arena einfach nur stumpf mit Sand ausgefüllt ist. Je natürlicher desto besserer, denn dadurch erhöht sich die eigendliche zur Bewegung zur Verfügung stehende Fläche. Je natürlicher, umso unproblematischer ist die Gemeinschaftshaltung. Bei einen 60x30 mit möglichst naturnaher Einrichtung ist eine Vergesellschaftung von mehreren Temno/Leptothorax, Myrmica und Formica fusca Kolonien möglich, stark abhängig von der Größe der Kolonie.

    5) Nistmöglichkeiten; Die Nistmöglichkeiten sind sehr wichtig; Es wird wohl kaum Möglich sein, Formica fsuca + eine weitere Art zusammen mit jeweils 2 Ytongnester in einer Arena zu Halten. Es müssen immer genügend Ausweichmöglichkeiten bestehen, am Besten eigenen sich daher Erdnester oder Aststücke, in welchen die Ameisen nisten können, und bei bedrohnung ebenso shcnell wieder umziehen können- oder sich eben entsprechend gut zu verstecken. Aber z.B. Serviformica fusca in einem kleinen Ytongnest und Temno/Leptothorax in einen einfachen Ast würde prima klappen. Wichtig ist auch, dass man jederzeit bedenken sollte, dass je natürlicher das Becken eingerichtet ist, umso größer die Gefahr, dass ein Volk einfach in die Arena einzieht, und man nichtmehr ihre Brut beobachten kann.

    So, ich hoffe mal ich habe nichts Wichtiges vergessen. Aber am Besten ein Bild kannst Du Dir machen, wenn Du Dir z.B. Joachims Gemeinschaftsbecken anschaust (er hat auch Formica fusca)


    Grüße, Pi

    Hi,

    Genau das wollte ich ihm auch klar machen; Ich bin ja bereit ihm Ameisen zuzusenden. Ich selbst sammle schließlich mehr oder weniger Ameisen (wie verhin schon angegeben). Aber das Ziel ist ... ich möchte jetzt nicht sagen unmöglich.
    Also BioAnt, Ethanol habe ich selbst bei mir, Du erfährst gleich per PN meine Adresse, und bekommst die angegebenen Arten zugeschickt.

    Grüße, Pi

    Hi,

    wenn jemand eine art hat und weiß welches sie ist hab ich keine porbs mit der bestimmung der Art.

    Öhm, ja. Wenn jemand eine Art hat, welche er kennt, und sie Dir zuschickt, hast Du keine Probleme mit der Bestimmung- ja, nee...

    es gibt sowas nicht so umfangreich im netz.


    Nein, nur mit so ziemlich jeder bekannten Ameisenart der Welt. Nicht umfangreich, ich weiß O.o Und ich weiß ja nicht, wie umfangreich allein Deine "Sammlung" am Ende sein wird.
    Wie viele Ameisenarten hast Du denn schon?

    zumindest nicht deutschsprachig.


    Also, so wie ich Dich verstanden habe, willst Du Fotos machen. Deutschsprachige Fotos...?! Oder gleich mit deutsche Namen? Hast Du Dir überhaupt den Link angeguckt? Das ist ein "deutschsprachiges" Artenverzeichnis, und daher ist Dein Vorhaben ziemlich sinnlos.

    Sorry für den harten Ton, aber ich weiß echt nicht, was ich davon halten soll.

    Grüße, Pi

    Hallo,

    ich melde mich mal. Ich habe selbst schon ein paar Präparate, und sage Dir gleich im vorraus: In Alk einlegen ist die falsche Methode zur Konservierung von Ameisen. Wie man es richtig macht und die Begründung hierfür steht hier: Klick!
    Man kann sie auch, wie im Seifert beschrieben, an den Füßen auf ein Stück Papier kleben. Das ist relatvi schwer und erfordert viel Gedult und muss schnell erfolgen, da Gliedmaßen sehr schnell steif werden. Bei Camponotus truncatus beispielsweise war es schon für mich unmöglich.
    Solche Bilder sind übrigens schon überall woanderst im Netz verfügbar, was den Sinn Deiner Aktion nehmen würde.
    Dann gibt es noch das Problem mit der einwandfreien Bestimmung die für einen sehr unerfahrenen Laien bei vielen Arten trotz genügend vorhandener Mittel (ca 200 Fache Vergrößerung, genaue Abmessungen) extrem schwer sind.

    Wenn Du es trotzdem versuchen möchtest, ich könnte Dir vielleicht Lasius (Dendrolasius) fuliginosus und Formica (Serviformica) rufibarbis zuschicken. Alle anderen Arten, die bei mir in der Umgebung vorkommen und relativ selten sind, möchte ich nicht töten und verschicken (sorry!).

    Grüße, Pi

    Hi,

    also Honiglösung verfüttere ich nicht, nur puren Honig. Der wird entweder auf ein Aluplättchen getropft, oder auf Rinde, Laub oder Steine getropft. Rein theoretisch kannst du auch den Honig auf ein Wattestück tropfen lassen.

    Grüße, Pi

    Ach, von deutschen Namen halte ich überhaupt nichts...
    Und wer die Lösung wie ich über Google herausgefunden hat, kann sich nur noch mehr über den Deutschen Namen ärgern, weil er total unpassend ist! :gong:

    Spoiler:
    Es ist der Eisenbahnwurm- ärgerlich, da es gar kein Wurm ist, sondern ein Leuchtkäfer. Nix Wurm! Sieht man mal wieder, wie blödsinnig diese Bezeichnungen sind -.-

    Grüße, Pi

    Hi,

    hier ein paar Fotos von einer Tetramorium Spezies. Ich finde diese Art/Gattung sehr interessant, ihre Anatomie und ihr ausgesprochen gutes Rekrutiervermögen erinnert mMn fast schon an Pheidole.
    Bei dieser Art konnte ich zum ersten Mal beobachten, wie rote Samtmilben erjagt wurden, was mich doch etwas erstaunt hatte.
    Sie sind zwar etwa nur halb so groß wie Lasius niger, dafür haben sie einen umso höheren Wuselfaktor, und ein viel besseres Rekrutiervermögen. Leider interessieren sie sich nicht sonderlich für Honig, umso mehr für tote Insekten.

    Ihr Habitat:
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/38832_garten1.jpg]
    Die Ameisen;
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    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/38839_tetra4.jpg]
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    Hier an einer Fliege, sehr kurz nach dem Entdecken;
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/39043_tetra10.jpg]

    Grüße, Pi

    P.S.: Wenn ich es schaffe, kommt vielleicht bald ein Video. Wenn ... :grinning_squinting_face:

    Hi,

    da hatte doch erst letztens The_Paranoid einen Thread... Ahja, hier: Klick!
    Zeigt sehr schön, dass Spinnen die Ameisen als Futter liebhaben. Ist auch bei sehr vielen Spinnenarten so, zumindest sind mir nur Fälle bekannt, in denen Spinnen Ameisem fressen, und nicht ungekehrt. Natürlich kann man auch Spinnen zerquetschen und an die Ameisen verfüttern.
    Ansonsten kommt es natürlich auf die Spinne und vor allem auf das Terrarium an. Ist ja wohl sehr zu erwarten, dass eine Spinne und eine Ameisenkolonie in einem Terrairum, das als Grund nur etwas Sand hat, nicht sonderlich gut gehen kann. Naturnahe Terrarien hingegen, die genügend Platz bieten (muss nicht 10 qm sein- 60x30 genügt schon) sind wohl eher geeignet, Spinnen hineinzusetzen. Wenn man draußen mal beobachtet, Wolfspinnen und Ameisen kommen super miteinander aus, sonnen sich am selben Ort, und ignorieren einander.

    Nur, die entscheidente Frage wäre: Was bringt eine Spinne? Futtereste futtern die wohl kaum. Eine Spinne wäre vollkommen sinnlos- man muss sie schließlich extra füttern.

    Anderst sieht es aus, wenn man in der Systematik einen Schritt zurückgeht: Unter den Spinnentieren finden sich durchaus geeignete Mitbewohner. Angefangen bei Pseudoskorpionen, welche nervige Milben und Springschwänze vertilgen, zu dne Milben selbst, welche ihrerseits (z.B. Raubmilben) andere Milben verspeißen, und vor allem Futterreste. Ob Spinnentiere als Nahrung dienen, kann ich nur wenig dazu sagen. Ich habe jedoch bei Tetramorium beobachtet, wie die unzähligen roten Samtmilben erbeutet werden. Aber das ist mWn wohl eher eine Ausnahme. Vielmehr auch hier ungekehrt, viele parasitäre Milben haben Ameisen zum Fressen gern.


    Grüße, Pi

    Hi,

    bei Dir "wären"? Also ich weiß auch nicht was alle immer haben, aber 40 kleine Lasius nigerlein sind nicht sonderlich Todesmutig wie man es oft hört. Aber es könnte auch daran liegen, dass das Wasser derart vergammelt war, dass sich die Ameisen nicht hinutnergetraut haben :grinning_squinting_face:
    Aber eines machen sie immer; Den Müll im Wasser entsorgen. Keine Ahnung warum, aber ich muss immer Stabschrecken und Fliegen da rausfischen.
    Übrigens mache ich keine Mittel ins Wasser wie Spüli o.ä.

    Grüße, Pi

    Hi Cold_Moon,

    nein, sie können nicht entwischen. Na gut, glaubte ich zumindest... Dass heißt, eben ist eine ausgebüchst. Ursache war eine Fliege, die ich totgeglaubt hatte (ich überbrühe nie), die es geschafft hat, dass Wasser zu überqueren- mitsamt auf ihr "reitender" Ameise. Aber das war nur eine Ausnahme, hatte ich bisher noch nie. Übrigens ist mir in dem dreiviertel Jahr Inselhaltung noch nie eine Ameise abgesöffelt geschweige denn überhaupt ins Wasser geplumpst.
    Die Fliege wird übrigens gerade vernascht, aber das nur nebenbei.
    Vielleicht kann man sich noch daran erinnern, als ich Bilder von meiner Lasius niger Kolonie gepostet hatte. Die leben in dem leeren Wassertank, und deshalb steht ein volles Reagenzglas bereit, damit die mal umziehen.
    [Blockierte Grafik: http://picmirror.de/bild.php/38414_koenigin3.jpg]
    Die leben darin mitsamt Königin, obwohl ich keinen Lichtschutz auf dem Wassertank habe- die spinnen :crazy:

    Grüße, Pi