Ytong Nest im Formicarium oder am Formicarium angeschlossen?

  • Moin

    Halte seid Freitag meine M. barbarus Kolonie (20+).

    Anfangs wollte ich ein Ytong kaufen, der die innenmaße vom Formicarium hat, und in das Formicarium reinpacken. Außen vom Ytong würde ich dan das Nest reinmachen, so das das Nest dan an der Scheibe des Formicariums grenzt

    Aber, wenn der Platz eng wird und die Kolonie ein neues Nest braucht, wird es sogut wie unmöglich das Nest zu erweitern. Ich müsste den Ytong rausnehmen wodurch unmengen an Stress provoziert wird

    Andere Möglichkeit wäre, den Ytong per Schlauch mit der Arena zu verbinden. Allerdings müssten sie dan die Wände erstmal hoch laufen bis sie zum Schlauch kommen, und da ich gehört habe das sie schlechte Kletterer sind (Gerade mit Korn in den Mandibeln) stell ich mir das ziemlich schwierig vor wie sie das Futter eintragen sollen

    Nun.. ich kann mich nicht entscheiden für was einer der Varianten ich mich entscheiden soll... Bei beiden gibts es Pro und Contra

    Was würdet ihr mir empfehlen? Oder habt ihr noch andere Vorschläge?

    Mfg

  • Einfacher ist immer die Variante das Nest außerhalb der Arena stehen zu haben und es über einen Schlauch mit der Arena zu verbinden. Ganz besonders im Hinblick auf die Winterruhe und eventuellen Bauarbeiten in der Arena ist das sehr vorteilhaft, wenn man es auf diese Art und Weise handhabt.

    Von daher würde ich dir empfehlen es so zu machen und die Sache mit dem Klettern lässt sich ganz einfach durch einen Ast oder einen oder mehrere Eisstiele lösen. So mach ich das bei all meinen Ameisen auch und viele andere machens genauso.
    Micky

    • Offizieller Beitrag

    Und wenn man den Ytong direkt an die Glasscheibe stellt kriechen manchmal Ameisen in den Spalt und kommen von selbst nicht mehr heraus, sowie verenden. Ist mir schon passiert bei Pheidole pallidula und Camponotus herculeanus.
    Daher nutze ich nur noch externe Varianten, ist auch irgendwo sinnvoller wie ich finde. Muss man halt besser kontrollieren, dass sich die Ameisen nicht durchnagen nach einiger Zeit.

    • Offizieller Beitrag

    Bei Schrauben muss die beklebte Seite auf jeden Fall ganz eben sein - denn du kannst die Schrauben nicht superfest anziehen ohne den Ytong zu beschädigen - dennoch sollten sich keine kleinen Spalten irgendwo bilden, durch die Ameisen hindurchschlüpfen. Die Scheibe muss plan aufliegen.
    Aber natürlich ist das eine schnelle und absolut unchemische Variante.

    Ich hab meine Scheiben immer mit chemisch neutralem Silikon aufgeklebt. Das lässt man ein paar Tage stehen, bevor die Ameisen es beziehen. Am besten eignet sich Aquariensilikon, denn das darf keine giftigen Stoffe ans Wasser abgeben - ist aber recht teuer und bei mir im Bauhaus mittlerweile schon gar nicht mehr erhältlich (vor zwei Jahren gab´s das noch ;))

  • Selber schuld :grinning_squinting_face:

    Wer zahlt denn freiwillig 5,- Euro für 90ml :crazy:


    Aber fördert ihr ruhig die Shops mit derer Preis"politik" :gong:

    Ich habe bisher 3 Kolonien verloren ( :cry2: ). Die letzte (C. ligniperdus) verlor ich wegen eines selbstgebauten Formicariums was mit falschem Silikon bearbeitet wurde. Mir egal, dan kauf ich eben teureren. Ist günstiger als Monatlich neue Kolonien zu kaufen

    Wenn wir schon dabei sind:
    Wer zahlt freiweillig 300-400€ für Ameisen?? (Z.b Myrmecia pavida)

    :meinemeinung:

  • Woher willst du wissen das es am Silikon gelegen haben muss? Wenn das so wäre, dann würde ich das Zeug bei jeder Tür- und Fensterdichtung verwenden, damit die Ameisen nicht in die Häuser kommen... :winking_face:

    Der Preis von Exoten ist zum Teil aber berechtigt, denn wenn man potenziell gefährliche Arten für 5,- Euro verkaufen würde, dann wären diese in Kinderhänden eine Gefahr... zu dem muss auch bedacht werden, die Ameisen müssen von den Sammlern ja auch gefangen werden, aber so ein Flug nach Australien kostet auch mal ein kleines bisschen mehr....

  • Hi!

    Ein Vorteil eines externen Nestes wurde glaube ich noch nicht genannt: Man kann den Schlauch zwischen Nest und Arena beliebig lang machen, ggf. sogar in mehreren Schlingen zusammengerollt künstlich auf mehrere Meter bringen. Da Ameisen ihren Müll und ihre Leichen gern möglichst weit vom Nest weg bringen kann das ein Vorteil sein.
    Ich hatte meine Myrmica rubra in einem sogenannten Appartement: Arena mit Farm in einem. Die Kleinen haben ihre gestorbenen "Kolleginnen" stunden- oder teilweise tagelang herum geschleppt und schließlich in die Paraffinachicht am oberen Rand der Farm geschmissen.

    Noch ein Nachteil von Arena und Nest in einem: Das Nest muss befeuchtet werden, die Arena sollte trocken bleiben. Bei mir zog sich das Wasser aus der Farm hoch in die Arena (Wasser sucht sich immer seinen Weg) und die Ameisen begannen dort zu graben und Kammern anzulegen, was letztendlich dazu führte, dass die Ameisen gefühlt gar keine Arena mehr hatten, sondern nur noch Nest.

  • Wenn du schon mit den Vorteilen ankommst, dann aber auch den wichtigsten :winking_face:

    Was macht man in der Winterruhe? Man schleppt die komplette Anlage in den Keller oder man klemmt einfach nur den Schlauch ab, sobald alle Ameisen im Nest sind, und befördert nur noch das Nest in eine kühlere Gegend. So hat der Halter auch noch zusätzlich den Vorteil, dass er nun ungehindert die Inneneinrichtung überarbeiten kann, ohne die Ameisen in der Winterruhe zu stören... denn sie befinden sich ganz wo anders.

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