Erdnest Marke Eigenbau

  • Hey


    Ich hab eine Vorlage für eine Nest gezeichnet(bitte nicht lachen :) ) und ich wollt mal eure Meinung hören


    Das in grau sollte dann irgenwie ein Bodengrund sein der zwar schon Wasser speichert durch denn sie sich aber nicht durchgraben können
    In Braun dann irgendeine Erde da sollen sie dann graben
    Und in Blau nh Plexi scheibe
    Das ganze in einer Plastikbox


    Vorschläge für einen Bodengrund oder Verbesserungen gerne hier rein


    Lg Michi

  • Hi Michi,


    Als Bodengrund in dem sie nicht graben würde ich ich Gips oder Ytong nehmen.


    Falls diese Skizze maßstabsgetreu ist würde ich die Wasserspeichernde für die Ameisen nicht umgrabare Schicht etwas kleiner machen. Die Schicht in der die Ameisen leben würde ich dagegen noch etwas geößer gestallten um ihnen mehr Lebensraum zu gewerleisten. Die Plexiglasscheibe würde ich um ca 3 cm anheben sodass eine schicht Luft zwischen der Scheibe und dem Bodensubstrat ist. Damit sollte sich leicht ein Ausbruchschutz anbringen lassen, wodurch den Ameisen der Ausbruch aus der Farm erschwärt wird, die Bewässerung ei facher wird, das Einbringen von Erbeutetem ins Nest,... und co.


    Des weiteren würde ich die Schicht welche für das Speichern von Wasser zuständig ist an der Seite plazieren. Somit lässt besser kontrolieren wie feucht es tatsächlich ist, sofern diese bis zur Oberfläche reicht. Die Ameisen könnten wahrscheinlich auch genauer die Standorte ihres Nestes auswählen das Wasser sowieso noch unten fließt und es daher auch unten vermutlich feuchter sein wird.


    Ein weiterer Punkt der von dir Abhängt ist, das der Einblick in eine "breite" Box den Ameisen viel Platz bietet was sie dazu veranlasst nicht an den, vom Licht eingenommenen, Wänden zu Bauen. Dadurch wirst du wahrscheinlich keine Gute einsicht ins Nest erhalten.


    Ich hoffe das kann die helfen! :)


    Ich freue mich schon auf das Endergebniss.


    LG. ForceMaster!

  • Moin Michi,


    also als Wasserspeicher würde sich da Ytong anbieten. Je nachdem welche Art Du darin halten willst, ist das relativ durchbisssicher.
    Größere Arten oder Majore mancher Arten können diesen allerdings auch bearbeiten.
    Um diesen aber zu bewässern, wäre es von Vorteil, an einer der Seiten ein Rohr oder Schlauch anzubringen, der durch die Plexiglasscheibe und den Bodengrund hindurch in den Ytong gesteckt wird.
    So hast Du dann auch einen Feuchtigkeitsverlauf, am Röhrchen selbst ist es dann recht feucht während die weiter entfernten Stellen trockener sind.
    So können sich die Tiere dann den idealen Ort aussuchen.


    Als Bodengrund wäre wohl ein Sand-Lehm Gemisch angebracht. Allerdings kann Ich bei dieser Konstruktion nicht sagen, ob dieser dann entweder zu nass oder zu trocken wird. Beide Fälle könnten sich nachteilig auf die Stabilität der Gänge auswirken.


    Eine spezielle Frage habe Ich zu deiner Konstruktion: Warum willst Du das Glas direkt auf den Bodengrund auflegen?
    Das macht das es meines Erachtens nach schwierig, an die Kolonie heran zu kommen, wenn es denn mal sein muss.
    Und wie kommen die Tiere überhaupt da rein bzw. wieder raus? Sie müssen ja Zugang zu einer Arena haben, das sehe Ich hier nicht gegeben.


    Wenn Du so eine Art von Nest bauen willst, würde Ich Folgendes vorschlagen:


    Als erstes gibst Du etwas gröberen Kies in die Kiste, also so ne Korngröße von 1-2cm mit einer Schichtdicke von ca 2-3cm.
    Darüber eine Schicht feineren Kies, so Korngröße 0,5cm, ebenfalls mit einer Schichtdicke von ca 2cm.
    Darauf dann entweder nochmal eine Schicht Sand oder gleich das Bodensubstrat, also Sand-Lehm in gewünschter Schichtdicke.


    Seitlich bringst Du dann wie vorhin beschrieben ein Röhrchen an, worüber Du befeuchten kannst oder gibst das Wasser direkt auf den Bodengrund, das überschüssige Wasser sickert dann in die Kiesschicht und wird dann nach und nach wieder vom Bodengrund aufgenommen.


    Und oben kommt dann Wahlweise Ausbruchsschutzöl dran und ein Deckel drauf. geht natürlich auch ohne Deckel, aber mehr als eine Sicherheitsbarriere zu haben ist in der Regel immer empfehlenswert.


    Bei der Methode mit dem Schlauch muss dann eben auch dieser mit Öl bestrichen werden und ein Stopfen sollte auch nicht vergessen werden.



    Hier mal ne Skizze:


    Ansonsten pflichte Ich ForceMaster bei, was die Dicke der Schichten angeht.
    Die wasserführende Schicht sollte nicht so dick sein, hingegen die grabfähige Schicht schon eher. Ansonsten ist der Platz schnell ausgereizt und Du musst wieder anbauen.
    Und auch dafür wäre es in jedem Fall sinnvoll, Vorkehrungen zu treffen.


    Hoffentlich hilft Dir das erstmal weiter bei deinen Überlegungen.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

  • Vielen dank für so viel Input

    Falls diese Skizze maßstabsgetreu ist würde ich die Wasserspeichernde für die Ameisen nicht umgrabare Schicht etwas kleiner machen. Die Schicht in der die Ameisen leben würde ich dagegen noch etwas geößer gestallten um ihnen mehr Lebensraum zu gewerleisten. Die Plexiglasscheibe würde ich um ca 3 cm anheben sodass eine schicht Luft zwischen der Scheibe und dem Bodensubstrat ist. Damit sollte sich leicht ein Ausbruchschutz anbringen lassen, wodurch den Ameisen der Ausbruch aus der Farm erschwärt wird, die Bewässerung ei facher wird, das Einbringen von Erbeutetem ins Nest,... und co.

    Ich wollte die Erdschicht halt recht flach aber lang machen also in ner langen box und die Plexischeibe direkt mit Silikon oder so ankleben das da erst garnix durchkommt
    Die Plexischeibe sollte auch direkt anliegen so das sie nicht groß erde aufhaufen können
    Und ich halt immer gut ihre Gänge sehe
    Den eingang in das Nest wollt ich seitlich direkt in die Erde machen das hat nur auf meiner Skizze gefehlt

    Also Ytong hät ich glaub ich sogar noch da das wär nh überlegung wert
    Und zum Thema Sand-Lehm, den würde ich eigentlich gerne vermeiden(keine guten erfahrungen) und als Buddelsubstart irgendwie Humus oder so nehm

    Ansonsten pflichte Ich ForceMaster bei, was die Dicke der Schichten angeht.
    Die wasserführende Schicht sollte nicht so dick sein, hingegen die grabfähige Schicht schon eher. Ansonsten ist der Platz schnell ausgereizt und Du musst wieder anbauen.
    Und auch dafür wäre es in jedem Fall sinnvoll, Vorkehrungen zu treffen.

    Das ich bald anbauen muss wär mir egal das Nest hängt dann recht sicher an einer extra Arena und da kann ich einfach neue Sachen anschließen. Platz ist nicht das Problem
    Und zum Thema Dicke der grabfähigen Schicht , ich will hat nicht das sie am Ende nur unten in der Mitte sind und ich nix sehe
    Ich würde aber eh die Seiten und die Plexischeibe mit Roter Folie einkleben so das ich da eh die Hoffnung hab das sie da Graben


    Lg Michi

  • Nabend,


    also wenn Ich das richtig verstehe, ist dein Ziel eine Art liegende Farm oder?
    In diesem Fall könntest Du auch den Boden der Tupperdose mit einer Nadel oder ähnlichem perforieren und das ganze dann in ein flaches Wasserbecken stellen. So hättest Du eine gleichmäßigere Verteilung der Feuchtigkeit.


    Die Idee mit der direkt in der Erde angeschlossenen Farm klingt vernünftig, kommt dann auf jeden Fall näher an natürliche Gegebenheiten ran als so manch anderes System.
    Um eine Luftzirkulation zu ermöglichen wäre es vielleicht auch eine Überlegung wert, an einer oder mehreren Stellen auf Höhe der Grabschicht Löcher mit Gaze in die Dose anzubringen.


    Hast Du schon ein Konzept für das Messen der Klimadaten in diesem Nest?
    Vor allem um Staunässe oder überhöhte Feuchtigkeit zu vermeiden.


    Für welche Art ist dein Projekt denn bestimmt?



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

  • Ja genau eine liegende Farm für eine geplante Pheidole megacephala Kolonie


    Die Farm sollte eher mehr ein "Ästhetischen" wert haben und zeitgleich den Ameisen die möglichkeit geben in Erde bzw. einen sehr Naturgetreuen Umfeld zu leben.
    Ich weiß oder besser gesagt ich geh mal davon aus das ich recht schnell erweitern darf und das ist auch kein Problem ich hab da an Acrylglas Plattenformicarien gedacht.


    Das mit dem Wasserbecken wird ned hinhauen da ich 1. zu viel angst hätte das da was schief geht und 2. der Behälter so ca 50x20 sein sollte also sehr in die Länge gezogen.
    Zum Klimadaten messen dachte ich mir ich brenne ein Loch durch die seite und Steck einen Sensor von meinem Thermo/Hydrometer rein und verschließe das einfach wieder mit Silikon oder so


    Lg Michi

  • Moin,


    aus was für einem Material soll deine Dose denn sein?
    Den Majore von Pheidole megacephala traue Ich durchaus zu, weiches Plastik durchzukauen, wenn sie es wollen.
    Nicht von heute auf morgen aber mit genug Zeit bestimmt.


    Und bei einer potenziell invasiven Art sollten alle nötigen Vorkehrungen getroffen werden, sie am Ausbrechen zu hindern, gerade auch, weil sie polygyn sind und enorme Volksstärken erreichen. Insofern wäre ein Wassergraben doch ein zumindest überlegenswerter Teil des Sicherheitskonzepts.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

  • Ich hatte auch schon bedenken wegen den Majore, kennt jemand zufällig ein sehr hartes Plastik? Ich war auch schon am überlegen ob ich nach ner Glaswanne ausschau halte aber da könnte ich dann schlecht durch die Seite durchboren um den Sensor anzubringen


    So nh Art wassergraben mach ich vllt wirklich aber dann will ich nicht meine Bewässerung an den Koppeln und wenn nur eine Hauchdünne schicht so das da wirklich nix schiefgehn kann bin da viel zu vorsichtig. Aber dann muss ich mir noch was für die Heizmatte ausdenken


    Lg Michi

  • Hallo,



    Den Majore von Pheidole megacephala traue Ich durchaus zu, weiches Plastik durchzukauen, wenn sie es wollen.
    Nicht von heute auf morgen aber mit genug Zeit bestimmt


    Das sicherlich aber ich wüsste nicht warum sie so etwas tun sollten. :think: Solange ihnen genügend Platz und Nahrung zu verfügung steht denke ich nicht das sie die Ambition haben sich durch das Plastik zu beissen.
    Michi falls du einmal beschließt der Kolonie weniger Nahrung zuzuführen um zB. das Wachstum der Kolonie zu hämmen sieht die Sache natürlich wieder anders aus. :P
    Dennoch ist es besser lieber auf Nummer Sicher zu gehen und ein hartes Plastik oder ein anderes Material zu verwenden.



    kennt jemand zufällig ein sehr hartes Plastik?

    Nein Leider nicht. Als Alternative Materialien würde mir nur Glas, wo du Probleme mit dem Bohren hast, und Plexiglas einfallen. Wäre es eine Überlegung das Ganze Formicarium aus Plexiglas zu machen? Vielleicht kannst du ja mehrere Plexiglas Scheiben zu deinem Gewünschtem Formicarium mit Silikon zusammenkleben?


    LG. ForceMaster!

  • Hey


    Ich hab eigentlich nicht vor da mit dem Futter zu geizen, ich hohl mir die Art ja fast nur wegen ihrem Jagdverhalten.

    Nein Leider nicht. Als Alternative Materialien würde mir nur Glas, wo du Probleme mit dem Bohren hast, und Plexiglas einfallen. Wäre es eine Überlegung das Ganze Formicarium aus Plexiglas zu machen? Vielleicht kannst du ja mehrere Plexiglas Scheiben zu deinem Gewünschtem Formicarium mit Silikon zusammenkleben?

    Plexiglas dachte ich mir auch schon, da kann ich dann auch leichter den Plexi deckel anbringen. Ich glaub das wirds werden.


    Danke für die ganzen Tipps falls wer noch nh anmerkung hat immer her damit.
    Ich werde als erstes Nest sehr wahrscheinlich erstmal nh Acrylplattennest verwenden aber ich glaub das Erdnest wird nicht lang auf sich warten lassen. Sollte alles gut gehen kommt die Kolonie um Weihnachten und vllt lad ich ja paar Bilder hoch


    Lg Michi

  • Hallo! :winken2:



    Plexiglas dachte ich mir auch schon, da kann ich dann auch leichter den Plexi deckel anbringen. Ich glaub das wirds werden.

    Dann wünsche ich viel Spaß und Erfolg beim Bau! :thumbup:




    Ich bin der Auffassung, dass man bei exotischen Arten alle Eventualitäten mit einberechnen sollte.

    Auf jedem Fall! Wenn diese ausbrechen und in sich an die Umwelt anpassen bzw. eine Ökologische Nische bilden.... Der Schaden im Ökosystem wäre unvorhersehbar.


    LG. ForceMaster!

  • Wenn diese ausbrechen und in sich an die Umwelt anpassen bzw. eine Ökologische Nische bilden.... Der Schaden im Ökosystem wäre unvorhersehbar.

    Du hast ansich ja recht aber da würd ich gern was einwerfen.
    Exoten sind eigentlich nicht ohne Grund nicht bei uns, ihnen ist es meistens spätesten im Winter zu kalt.
    Weil du sagtest anpassen... an dem beispiel jetzt von Pheidole megacephala, kann sich soeine art die Inzucht betreibt überhaupt groß genetisch verändern und anpassen?


    Da hab ich vor kurzer Zeit mal diesen Artikel gelesen: https://crazyants.de/gedanken-…alten-es-kommt-darauf-an/
    Ansich stimme ich euch ja voll zu und ich finde auch nicht das man es drauf ankommen lassen sollte aber ich finde Exoten werden viel zu hart rangenommen


    Lg Michi

  • Ich denke dass sie es mit genug Zeit zur Entwicklung durchaus könnte.
    Wenn sich denn nämlich eine Jungkönigin trotz größerer Kälte besser entwickelt als ihre Geschwister wird sie diese Eigenschaft an ihre Nachkommen weiter geben.
    Mutationen, die ja der Motor der Evolution sind, treten ständig auf. Manchmal unbemerkt, manchmal schadhaft und manchmal eben auch vorteilhaft.


    Und Ich denke, wenn denn mal ein sehr milder Winter durchs Land zieht, könnten einige Tiere auch in freier Natur diesen überdauern und sich ansiedeln.
    Wie gesagt, alles sehr spekulativ und mit vielen "vielleichts" und "unter Umständen" verbunden.


    Natürlich hätten es diese Arten schwer, außerhalb menschlicher Behausungen auf Dauer zu überleben.
    Aber allein sie unkontrolliert im Haus zu haben wäre ja auch schon Schaden genug.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

  • Hi,


    Ja Michi das stimmt natürlich. Aber wie amazing Ralph sagte es ist mit vielen Vielleichts und unter Umständen verbunden. Nur als Beispiel: Die Ameisen könnten sich in einem beheizten Keller oder ähnlichem einnisten und dort unbemerkt bleiben. Wie es dann mit der Weiterverbreitung aussieht sei einmal dahin gestellt. Ich denke du verstehst worauf ich hinaus will. Natürlich ist es sehr unwahrscheinlich und gerade nur durch bestimmte Umstände möglich. Dadurch halte ich es auch für gerechtfertigt Exotische Arten zu halten sofern einige Sicherheitsmaßnamen getroffen wurden (Ausbruchschutz...)
    Ein Beispiel das sehr fatale Ausmaße angenommen hat ist zum Beispiel in den Ameisen Dokumentationen "Die Invasion der FeuerAmeisen" und "Krieg der Ameisen" zu finden.


    Invasion der Ameisen Link
    Krieg der Ameisen Link


    LG. ForceMaster!

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