Posts by Amazing Ralph

    Nabend Justus,


    also erstmal Willkommen im Café und in der Welt der Ameisenhaltung :winken:


    Bei dieser Frage gibt es solche und solche Arten, es auszulegen.

    Mach einer sagt, dass man bei einem Kauf so kurz vor der Winterruhe warm durchhalten sollte, um die Kolonie zu stabilisieren, sie bis nächsten Herbst wachsen zu lassen und dann in die Winterruhe zu schicken.

    Andere sind der Ansicht, dass die Winterruhe unbedingt einzuhalten ist, da diese für die Tiere und die Kolonieentwicklung als Ganzes sehr wichtig ist.


    Wenn man den Tieren nicht die Pause gönnt, die sie von der natürlichen Entwicklung her gewohnt sind, kann es im Folgejahr auch dazu kommen, dass einerseits vermehrt Arbeiterinnen sterben und andererseits die Brutentwicklung und Eiablage vermindert wird.


    Allerdings sei dazu auch gesagt, dass Lasius niger im Allgemeinen als sehr hart im Nehmen gilt und eine gesunde Gyne ein Ausfallen der Winterruhe auch durchaus überstehen kann.


    Letztendlich steht Uns als Halter, zumindest sollte es das, das Wohl unserer Tiere im Vordergrund und von daher wäre mein Tipp, mit dem Kauf bis zum nächsten Frühjahr zu warten oder aber die Winterruhe einzuhalten.

    Ich persönlich vertrete die Ansicht, dass man den Kauf von mitteleuropäischen Arten gegen Ende des Sommers vermeiden sollte, um eben nicht das Risiko einzugehen, Verluste hinnehmen zu müssen und den natürlichen Zyklus zu stören.


    Gerade wenn Du Lasius niger halten willst, bietet es sich aber auch an, bis zum nächsten Schwarmflug zu warten, eine Gyne zu fangen und selber gründen zu lassen.

    Das hat in meinen Augen mehrere Vorteile: Zum einen hast Du eine Menge Zeit, Dich intensiv mit dem Thema Ameisenhaltung zu befassen, Du hast ein total schönes Erfolgserlebnis, wenn deine ersten Arbeiterinnen schlüpfen und Du sparst dabei auch noch Geld.


    Soviel erstmal von meiner Seite, wenn Du noch weitere Fragen hast, lass es Uns wissen, denn genau dafür sind Wir alle hier ;)



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Hallo liebe Ameisenfreunde,


    da die Saison so allmählich Richtung Ende geht, will Ich nochmal ein kleines Update zu meiner Kolonie bringen.

    Den Tieren scheint es sehr gut zu gehen, auch wenn sich die Außenaktivität Stück für Stück reduziert.

    Das mag zum einen daran liegen, dass die Tiere merken, dass es bald in die Winterruhe geht.

    Ich habe einen Verdacht, dass auch diese Art einem endogenen Rhythmus folgt, denn trotz kaum veränderter Temperatur schwindet wie gesagt die Außenaktivität.


    Zum anderen mag der Grund dafür sein, dass sie derzeit einfach keinen Grund haben, in größeren Mengen das Nest zu verlassen. Bei meinem heutigen Kontrollblick konnte Ich feststellen, dass die Gaster allesamt prall gefüllt sind.

    Die Königin selbst konnte Ich leider nicht ausmachen, da weiterhin großes Gedränge im Neströhrchen herrscht, allerdings einige kleine Larven und darunter womöglich auch noch weitere Brut.



    Sie zeigen auch weiterhin ein reges Interesse an Proteinen aller Art, wenn auch nicht so vielzählig wie noch am Anfang des Sommers.


    Besonders beeindruckend fiel Mir auf, wie schnell diese Art ist.

    Zwar ist ihre Hauptverteidigungsstrategie, sich tot zu stellen, alternativ können sie jedoch sehr schnell davon laufen, so dass es zum Teil schwer fällt, ihnen mit dem Blick zu folgen.


    Aus zeitlichen und vor allem Platzgründen habe Ich die Kolonie auch noch immer nicht umsiedeln können.

    Ob sich eine Umsiedlung noch vor der Winterruhe lohnt, gilt es jetzt zeitnah abzuwägen. Aber im Grunde eilt es ja noch nicht, denn anscheinend fühlen sich Silvana und ihr Gefolge sehr Wohl in ihrer kleinen Gründerbox.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Nabend Michi,


    nach einer schnellen Recherche würde Ich aufgrund der spitz zulaufenden Form der Gaster und der auffälligen Färbung auf Crematogaster scutellaris tippen.

    Zumindest bei der Gattung bin Ich Mir da ziemlich sicher. Und da in Europa lediglich 2 Arten dieser Gattung vorkommen, nämlich C. scutellaris und C. sordidula, Zweitere aber eher bräunlich-rot gefärbt ist, gehe Ich mal stark von C. scutellaris aus.


    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph


    PS: Viel Spaß in Kroatien und viel Glück bei der Suche !!

    Nabend,


    ja sowas hab Ich Mir auch gleich gedacht, hab sie nur in dieser Färbung vorher nicht gesehen. Leider ist das das Beste, was mein Handy hergibt. Dachte HDR holt da noch was raus, aber nix. Naja, auf jeden Fall hat sie jetzt etwas Honig genascht, bei der nächsten Fütterung bekommt sie ein Beinchen ab und dann mal schauen ob sie gründen mag.


    Hab dieses Jahr eigentlich nach Formica und Camponotus Ausschau gehalten, jetzt hab Ich Myrmica und Lasius cf. niger, naja die Kleinen freuts. Da passiert mehr als bei Silvana ;)



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Moin liebe Leute,


    Ich habe gestern an der Spree eine vermeintliche Gyne aufgelesen.

    Die Gute ist ca 7mm lang, bräunlich-dunke Färbung, die Beine eher rötlich-hell.

    Fundzeit war so gegen 18uhr, ca. 26-27°C, leicht schwül und windstill.






    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Nabend,


    hier sind 2 Querschnitte eines Nestes, welches ca 40cm unter der Erde liegt. Diese lagen direkt an einer Kellerwand, die gestern entfernt wurde




    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Nabend EinfachMax,


    stimme meinen beiden Vorrednern und Dir zu, für eine Camponotus ist sie zu üppig, habe im ersten Moment auch eher an Lasius spec. gedacht, zumal diese auch gerade heute an vielen Stellen zu schwärmen scheinen.

    Dein Vergleich mit L. rufibarbis passt auch sehr gut, bin zwar auch nicht der große Bestimmer, würde aber damit konform gehen.

    In jedem Fall würde Ich von einer claustralen Gründung ausgehen, sprich, an einem dunklen, ruhigen Ort im RG lassen, so wenig wie möglich nachschauen (einmal die Woche reicht), Füttern ist nicht notwendig.

    Also dann mal herzlichen Glückwunsch zum Fund und Willkommen zurück im alten Café in neuem Gewand !!


    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    • Art: Lasius cf. niger
    • Gesehen am/um: 12.07.21, 16:00 Uhr
    • gesehen in (Region; Landschaft/Umgebung): Berlin; Straßen und Gehwege in Wohn- und Gewerbegebieten
    • Klimadaten: sonnig, teils bedeckt, ca. 27°C, windstil, schwül
    • Menge: einige hundert Tiere, teils noch mit Flugeln, klassischer Lasius cf. niger Massenstart

    Moin Addi,


    natürlich ist es so, dass Wir in der Haltung nicht den Raum bieten können, den die Tiere in der Natur einnehmen.

    Das dürfte bei so ziemlich jedem Haustier der Fall sein.

    Grundsätzlich ist der Platzanspruch von Ameisen aber nicht so groß bzw. geben sie sich mit dem zufrieden, was Wir ihnen bieten können.

    Man kann eben maximal naturnah halten, in einem entsprechenden Becken, jedoch nie 100%ig das Leben in freier Natur simulieren.


    Für die Tiere sollte das aber recht egal sein, solange die Parameter des Klimas sowie dss Futter stimmen. Platzangebot natürlich auch. Sie rationalisieren ja nicht, vergleichen ihre Lebenssituation nicht mit freien Kolonien, dafür fehlt ihnen schlicht die geistige Kapazität.


    Um deine Bedenken bzw. dein Gewissen zu besänftigen, könntest Du auch eine Art wählen, die keine riesigen Größen erreicht, da bliebe dann mehr Platz pro Ameise auf dem Regal. Oder aber Du wählst Art, die relativ langsam wächst, was Dir mehr Zeit gäbe, bis das Formicarium erweitert werden muss.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Mahlzeit Kryolan,


    also ohne diese Art selber gehalten zu haben, finde Ich, dass das ein sehr sehr langsames Wachstum darstellt.

    Das kann von den Haltungsbedingungen abhängen oder schlicht daran, dass die Königin nicht ganz so leistungsstark ist.

    Aber wie gesagt, will Mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da Ich Formica noch nie selber gehalten habe.


    Das RG solltest Du mal austauschen, dafür kannst Du entweder ein neues daneben legen und warten, bis das alte austrocknet oder Du gehst den brachialen Weg und siedelst zwangsum.


    Geflügelte Arbeiterinnen gibt es nicht, nur die Geschlechtstiere haben Flügel, wenn Du aber von einer Arbeiterin sprichst, ist es gut möglich, dass es sich um ein Männchen handelt, die sind sehr viel zierlicher als die Jungköniginnen.

    Möglich ist es durchaus, warum sie aber den Aufwand betreiben, Geschlechtstiere auszubilden anstatt in Arbeiterinnen zu investieren klingt für Mich schon recht seltsam.


    Eigentlich musst Du gar nichts tun, früher oder später wird er/sie wohl von ihren Schwestern zerlegt.

    Aussetzen solltest Du das Tier jedoch nicht, wenn Du nicht weißt, woher die Kolonie stammt.

    Das könnte u.U. negative Auswirkungen auf die örtlichen Populationen haben, siehe hier.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Ja gerne, dafür sind Wir ja alle hier.


    Also was die Temperaturen angeht: Mach Dich mal schlau, woher die Tiere kommen, die meisten Händler geben das ja an und such Dir dann die Klimadaten der jeweiligen Region raus, gerade bei nicht-einheimischen Arten empfehlenswert.

    So hast Du zumindest ne Idee, wie die Temperaturen sind, die sie gewohnt sind.

    Da gibt es selbst in der Art große Unterschiede, was sie so gewohnt sind.

    Die Angeben, die man so generell im Netz findet, sind recht grob und spiegeln nur den ungefähren Komfortbereich wieder.

    Am Fuße der Pyrenäen herrschen ganz andere Klimabedingungen als in beispielsweise Cadiz oder Malaga. Und obwohl in allen Gegenden Messor barbarus vorkommen, heißts nicht, dass sie an anderer Stelle prima gedeihen würden.

    Was jetzt nicht heißen soll, dass sie automatisch eingehen würden, aber durch die Gewöhnung über Generationen haben sie in ihrem Stammgebiet einfach bessere Chancen als eingewanderte Kolonien, verstehst Du was Ich mein?



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Nabend produktfurcht2 und herzlich Willkommen im Cafè !!


    Ich hatte für den Anfang auch 2 Farmen mit DigFix für meine Messor barbarus plus Arena und kann Dir folgendes berichten:

    Im ersten Jahr waren sie ausschließlich im RG in der Arena, die Farmen wurden nur erkundet aber nicht besiedelt.

    Erst im zweiten Jahr sind sie dann in die Farm gezogen die a.) befeuchtet wurde, b.) beheizt wurde (3 Watt Heizmatte) und c.) mit roter Folie abgedunkelt war.

    Nur diese Farm habe Ich weiterhin befeuchtet, eher nach Gefühl. Wenn an den Tränken viel los war wusste Ich, wird Zeit zum befeuchten. Ich hab die auch nicht zu geklebt, das Geweicht der Farmabdekung hat locker ausgereicht, dazu gabs dann auch noch ne Schicht Parafinöl und Ich hatte nie Probleme mit Ausbrüchen aus den Farmen.


    An die äußere Farm hab Ich an dem Verbindungsstutzen so einen Gazestopfen gemacht, das hat dann für die Belüftung offenbar ausgereicht.


    Die zweite Farm, die für die Körnerkammer, an der habe Ich bis dato nichts gemacht, die graben da einfach Gänge und lagern Körner ein, da ist der Aufwand gleich null.


    Dieses Starterset vom Antstore, das mit dem DigFix, also bis ins dritte Jahr kommt man damit gut hin, je nach Koloniewachstum.


    Wie stark sind denn die Temperaturschwankungen im Zimmer? Wie fink2 ja bereits schrieb sind diese Tiere recht gutmütig was Temperaturschwankungen angeht.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Danke fürs am-Ball-bleiben,


    naja also im Prinzip ergab das also nicht wirklich viel Neueres als das, was ohnehin schon im Wahlprogramm steht.

    Ich gebe Dir Recht, dass wohl die breite Masse unser spezielles Halterdasein kaum im Blick hat.

    Dementsprechend glaube Ich auch, dass, wenn es denn zu Regulierungen kommt, Wir bzw. etwaige Interessenverbände ohnehin keine große Geige bei der Entscheidungsfindung spielen werden und auch, dass der Handel mit Ameisen wahrscheinlich vorerst unter dem Radar fliegt. Erst, wenn "die großen Themen" wirklich durch sind, fällt dann auch einem auf, dass es auch Halter von Wirbellosen gibt.

    Aber sollte es tatsächlich dazu kommen, wird es Uns als Gemeinde auch treffen.

    Allerdings bleibt dann fraglich, wie zumindest der private Handel/Tausch und das Fangen reguliert bzw. reglementiert werden soll, dafür sind mEn kaum Kapazitäten seitens der Behörden vorhanden.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Nabend ForceMaster,


    ja die sind schon ein ganzes Stück kleiner, zumal ja auch innerhalb einer Art die Größen durchaus etwas variieren können.

    Um das mal in Relation zu setzen:

    Camponotus ligniperda wird so mit ca 15-18cm angegeben, Camponotus herculeanus mit 14-16cm und besagte Camponotus fallax fällt da mit 8-10cm deutlich kleiner aus.

    Die Färbung passt auch, zumindest von dem was Ich auf den ersten Fotos erkennen kann, glänzend schwarz mit braunen Beinen. Und im zeitlichen Rahmen wäre es auch. Zudem finde Ich die stark nach hinten abknickenden Antennen recht charakteristisch.

    Es spricht also einiges dafür ;)



    Kann sein das Sie befruchtet ist.

    Du wolltest wohl sagen begattet :klugscheiss:



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Nabend ForceMaster,


    Ich würde Italiaants@ zustimmen, so auf den ersten Blick.

    Zumindest von der Größe und der augenscheinlichen Form könnte das passen.

    Halt die Augen offen, wenn die bei Dir in der Nähe schwärmen.

    Ich finde die sehr sympathisch und vor allem sehr entspannt.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

    Hallo liebe Ameisenfreunde,


    heute konnte Ich bei der Fütterung eine wunderbare Entdeckung machen: sie werden zunehmend mutiger !!

    Ich habe in der letzten Zeit ein wenig mit verschiedenen Proteinquellen experimentiert, diese wurden mal mehr, mal weniger gut frequentiert.

    Heute dann habe Ich eine dicke Stubenfliege erjagen können, diese wurde überbrüht und zerteilt angeboten.

    Es hat keine keine 5 Minuten gedauert, bis die Ameisen die Witterung aufgenommen haben und eine Späherin die neue Beute begutachtete.

    Kurz darauf konnte Ich bis zu 7 Arbeiterinnen gleichzeitig dabei beobachten, wie sie an den Teilen der Fliege herumzerrten, hinein kletterten und mit voller Gaster wieder im Nest verschwanden.


         


          




    Auch wenn mal wieder eine Volkszählung ansteht, da inzwischen einige weitere Tiere geschlüpft sein dürften, glaube Ich nicht, dass es mehr als 1 1/2 Dutzend Individuen sind und war daher über diese große Anzahl an fouragierenden Arbeiterinnen gleichermaßen erstaunt wie erfreut.


    Ich denke, diese starke Außenaktivität lässt einige Schlüsse zu.

    Zum Ersten erfreuen sie sich einer wachsenden Anzahl und sind gewillt, in größeren Zahlen aus dem Nest zu steigen.

    Zum Zweiten erhöhen die steigenden Temperaturen die Aktivität.

    Zum Dritten habe Ich wohl nun endlich eine Lieblingsspeise der Tiere gefunden.

    Zum Vierten haben sie einiges an Brut, die gefüttert werden will.


    Ich denke Ich werde in den nächsten Tagen eine genauere Begutachtung des Neströhrchens durchführen und dabei auch versuchen, Brut und Imagos zu zählen.


    Was den Umzug in das neue Nest angeht, kommt es leider noch zu Verzögerungen.

    Durch die neuen Schnitte, die Ich am Stamm angelegt habe, um das Nest in Form zu bringen, sind natürlich neue Flächen an die Luft gekommen, die trotz der Lagerung des Holzes über ein Jahr noch einmal stark gearbeitet haben.

    So sind in den Kammern neue, kleine Risse entstanden, nicht weiter tragisch.

    Jedoch lag nun die Plexiglasscheibe nicht mehr eben auf der Oberfläche, so dass Ich einen neuen Magneten anbringen wollte, um sie wieder näher ans Nest zu ziehen.

    Beim Bohren des Lochs für den neuen Magneten ist Mir jedoch die komplette Scheibe gerissen, so dass Ich sie noch einmal neu fertigen muss.

    Beim nächsten Holzprojekt heißt es also: erst in Form schneiden und dann nochmal trocknen lassen.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph