Addi aus Leverkusen

  • Hallo zusammen,


    durch mein Interesse für Ameisen bin ich auf dieses sehr umfangreiche Forum gestoßen. Ich bin viel mit dem Fotoapparat in der Natur unterwegs und eines meiner Lieblingsmotive sind die Ameisen. Ich kann Stundenlang vor einem Ameisennest sitzen, an einer Pflanze stehen, wo die Blattlauskolonien gehalten werden und sich gegenseitig gefüttert wird oder auf meinem klappbaren Stuhl vor einem Baum sitzen und das Treiben dort beobachten. Der klappbare Stuhl dient mir auch als "Aufstehhilfe", da ich nicht mehr ganz taufrisch bin und aufgrund von Rheuma gehandicapt bin. Das hindert mich allerdings nicht daran, immer wieder los zu ziehen, in unmöglichen Haltungen vor irgendetwas zu stehen und zu schauen und zu staunen. Hinterher kann ich zwar nicht mehr Piep sagen, bin aber sehr glücklich.

    Da ich so viel Freude am Beobachten der kleinen Tierchen habe und immer wieder Neues entdecke (was ich gelesen habe, sehe ich dann oft in der Praxis), kam mir der Gedanke, ob ich mir nicht auch Ameisen halten könnte. Dann hätte ich sie gleich hier und könnte sie jederzeit studieren.

    Allerdings bin eher derjenige, der die Tiere in seinem Lebensraum lassen möchte und mich immer vorher frage, ob es Quälerei ist oder es den Tieren nicht gut tut, so gehalten zu werden.

    Ich lasse mich aber gerne von Euren Erfahrungen überzeugen und ich denke, wenn man eine genügend große und richtig ausgestattete Umgebung für sie bereitstellt, sich sehr gut informiert und vorbereitet, bevor es losgeht und sich auch an heimische Tiere hält, dann macht man wohl schon viel richtig.

    Deshalb ist für mich auch noch nicht klar, welche Ameise es schlussendlich sein soll.

    "Lasius" sind anscheinend etwas pflegeleichter (korrigiert mich, wenn es falsch ist), vom Verhalten her sind natürlich auch Camponotous oder die Waldameisen insgesamt auch interessant. Nur sehe ich ja bei meinen Ausflügen, welche Dimensionen solche Nester annehmen können.

    Ich werde mich in den nächsten Tagen "durch das Forum" lesen, somit sicher einige Erkenntnisse bekommen und noch mehr Fragen haben...! :)


    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo Addi,


    Das hört sich ja toll an! 8)

    Es ist offensichtlich das du dir Gedanken gemacht hast und dir nicht gleich die Tiere angeschafft hast. Du hast es verstanden was es bedeutet Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen. Das schätze ich sehr. :thumbup:

    Quote

    Deshalb ist für mich auch noch nicht klar, welche Ameise es schlussendlich sein soll.

    Ja du bist richtig informiert. Lasius niger ist wohl die am einfachsten zu haltende Art. Sie sind sehr robust und verzeihen Haltungsfehler, welche vor allem bei Anfängern mal vorkommen können. Annsonsten gibt es aber auch noch viele weitere Arten, die dich in die Welt der Ameisenhaltung führen können.


    Ich werde mich in den nächsten Tagen "durch das Forum" lesen, somit sicher einige Erkenntnisse bekommen und noch mehr Fragen haben...!

    Fragen beantworten wir immer gerne. Erstelle dafür einfach einen neuen Thread oder greife die Inhalte eines Bestehenden auf wenn du Fragen dazu hast. ;)


    LG. ForceMaster!

  • Es ist offensichtlich das du dir Gedanken gemacht hast und dir nicht gleich die Tiere angeschafft hast. Du hast es verstanden was es bedeutet Verantwortung für Lebewesen zu übernehmen. Das schätze ich sehr.

    Die Gedanken im Vorfeld sind mir wichtig. Und ich würde den Ameisen sicher nichts Gutes tun, wenn ich sie mir jetzt schon anschaffen würde...!

    Und Vorfreude ist ja auch etwas Schönes! :)


    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo Addi,

    herzlich Willkommen hier.

    Allerdings bin eher derjenige, der die Tiere in seinem Lebensraum lassen möchte und mich immer vorher frage, ob es Quälerei ist oder es den Tieren nicht gut tut, so gehalten zu werden.

    Darüber musst du dir keine Sorgen machen, anders wie bei Säugetieren, wird Ameisen nicht langweilig. Bei Ameisen gibt es Arbeiterinnen nur dafür, falls eine andere ausfällt, einzuspringen, Ansonsten haben sie keine Aufgabe. Solange sie genügend Futter finden und erfolgreich ihre Brut in Ruhe aufziehen können, spielt die Umgebung keine große Rolle.


    Deshalb ist für mich auch noch nicht klar, welche Ameise es schlussendlich sein soll.

    "Lasius" sind anscheinend etwas pflegeleichter (korrigiert mich, wenn es falsch ist), vom Verhalten her sind natürlich auch Camponotous oder die Waldameisen insgesamt auch interessant.

    Ob Lasius wirklich leichter ist, ist so eine Frage. Lasius niger ist am Anfang sicher leichter zu halten. Da sie sehr schnell wachsen. Kann aber mit der Zeit sehr fordernd beim Ausbruchsschutz sein. Auch werden sie sehr Volks-stark, Wenn sie mal über 10.000 sind, wird es doch herausfordernd. Aber z.b. Lasius flavus ist da wieder ganz anders. Besonders die Rekrutierung ist bei gefundener Beute immer wieder spannend anzusehen.


    Bei Camponotus kommt es auch sehr stark auf die Art an, Einheimische entwickeln sich sehr langsam, was sehr viel Geduld dem Besitzer abverlangt. Bei Südlichen Art sei das wohl anders. Imposant ist natürlich ihre Größe. Ansonsten würde ich besonders ligniperda/herculeanus als wenig aggressiv einstufen. (kommt aber immer auf die Situation und Temperatur an)


    Das halten von Waldameisen ist verboten, aus gutem Grund. Sie sind viel zu wertvoll für den Wald und da sollten sie auch bleiben.

  • Darüber musst du dir keine Sorgen machen, anders wie bei Säugetieren, wird Ameisen nicht langweilig. Bei Ameisen gibt es Arbeiterinnen nur dafür, falls eine andere ausfällt, einzuspringen, Ansonsten haben sie keine Aufgabe. Solange sie genügend Futter finden und erfolgreich ihre Brut in Ruhe aufziehen können, spielt die Umgebung keine große Rolle.

    Das beruhigt mich nun sehr, danke fink2 ! Also auf genügend Beschäftigung achten, ausreichende Größe ihrer Behausung, das richtige Klima und natürlich genügend und das richtige Futter!


    Lasius flavus finde ich spontan auch interessant. Denn hier in der Nähe gibt es in einem bestimmten Bereich jede Menge Erdnester. Eine Wiese mit vielen Hügeln und Hügelchen, die alle bewachsen sind. Da die Guten aber alle immer im Nest sind, habe ich kaum eine draußen gesehen. Für sie auch sicherer. Gesehen habe ich allerdings die Spuren vom Grünspecht, der versucht hat, sich von der Seite an sie heran zu machen... Bei einigen Nestern war das Gras gelb, verwelkt. Woran liegt das? Ist darunter das Nest leer?

    Das halten von Waldameisen ist verboten, aus gutem Grund. Sie sind viel zu wertvoll für den Wald und da sollten sie auch bleiben.

    Das hätte ich auch wissen müssen! :nichtzufassen: Sie sind ja durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt! Das hatte ich aufgrund ihres interessanten Treibens für einen Moment vergessen... Aber sie kann ich ja auch gut in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten.


    Lasius fuliginosus finde ich sehr hübsch. An Holzameisen fasziniert mich, wie sie ihre kunstvollen Gänge in das Holz arbeiten.


    Viele Grüße

    Addi

  • Woran liegt das? Ist darunter das Nest leer?

    Lasius flavus züchtet unterirdisch Wurzelläuse, dies schadet natürlich den Pflanzen.

    Lasius fuliginosus finde ich sehr hübsch. An Holzameisen fasziniert mich, wie sie ihre kunstvollen Gänge in das Holz arbeiten.

    Lasius fuliginosus ist nicht so einfach am Anfang, sie ist sozial hyperparasitäre. Sprich sie übernimmt ein Volk, einer anderen Gattung, meist Lasius umbratus oder Lasius mixtus die selber gründen schon meist in einem Volk von Lasius niger selten auch Lasius brunneus.

    Da bräuchtest du wenn du dir nur eine Königin fängst, zumindest Puppen von Lasius umbratus oder Lasius mixtus, es soll auch mit Puppen von Lasius niger gehen, aber keine Gewähr.

  • Danke für die Erklärung! Nun, selber fangen, das werde ich erst einmal nicht machen. Dazu kenne ich mich zu wenig aus. Abgesehen davon, wüsste ich jetzt nicht, wann es wo losgeht. Ich habe hier einige Stellen, wo ich verschiedene Ameisenarten beobachte und hoffe schon seit Tagen, dass ich die Geschlechtstiere mal (fotografisch) erwische, bisher aber Fehlanzeige. Entweder war ich immer zum falschen Zeitpunkt da oder es verschiebt sich durch den kalten Frühling...


    Viele Grüße

    Addi

  • Ich habe hier einige Stellen, wo ich verschiedene Ameisenarten beobachte und hoffe schon seit Tagen, dass ich die Geschlechtstiere mal (fotografisch) erwische, bisher aber Fehlanzeige. Entweder war ich immer zum falschen Zeitpunkt da oder es verschiebt sich durch den kalten Frühling...

    Tatsächlich ist, als kleine Ergänzung, damit zu rechnen, dass die in den Schwarmflugtabellen angegebenen Zeiten tendenziell eher später, als früher stattfinden, da v.a. der Mai sehr kalt und regnerisch war. Aber es ist leider immer so, dass etwas Glück dazu gehört - die exakte Schwärmzeit ist regional verschieden und hängt ja auch am regionalen Wetter. Wenn man häufig draußen ist und "mit gesenktem Kopf" durch die Welt läuft, findet man aber im Laufe des Jahres nicht selten Ameisenköniginnen, gerade an sonnigen bzw. wenigstens warmen oder schwülen Tagen. Bitte nur einsammeln, wenn man sich sicher ist, keine streng geschützte Art vorliegen zu haben. Bei Bestimmungen via guter Fotos helfen wir gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten weiter: Bestimmung von Ameisen



    Du wirst sicher eine für dich passende Ameisenart für den Einstieg finden. Wir sind für alle Fragen offen - schön, dass du dich vorab informierst. Und daher auch ein herzliches Willkommen meinerseits in unserer kleinen Familie :winken:

    Träume den unmöglichen Traum, besiege den unbesiegbaren Feind, strebe mit deiner letzten Kraft nach dem unerreichbaren Stern.

  • Danke für den Hinweis und Dein Willkommen! :) Gut zu wissen, dass es also später sein kann. Aber wie Du schreibst, man muss auch Glück haben und zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Da hoffe ich einfach mal drauf...

    Ich werde keine Königin einsammeln, nur fotografisch!


    Viele Grüße

    Addi

  • In den letzten Tagen habe ich gelesen, gesucht, mir einen Überblick verschafft. Vor allem die Vor- und Nachteile der verschiedenen Behausungen und wie man sie kombinieren kann. Auch einige Videos auf Youtube habe ich mir angesehen.

    Im Moment bin ich doch sehr ambivalent geworden... Die "Wohnmöglichkeiten" sind doch alle sehr klein dimensioniert (hier meine ich vor allem die Glas- oder Kunststoffbehälter und die Farmen). Sicher, man kann sie in der Regel beliebig erweitern (wenn das Geld da ist...), aber ich war gerade dieser Tage wieder an den Nestern der Roten Waldameise und das sind doch andere Maße. Sicher, ich kann diese nicht mit vielen anderen Arten vergleichen, aber es kamen mir doch Bedenken... :/


    Viele Grüße

    Addi

  • Moin Addi,


    natürlich ist es so, dass Wir in der Haltung nicht den Raum bieten können, den die Tiere in der Natur einnehmen.

    Das dürfte bei so ziemlich jedem Haustier der Fall sein.

    Grundsätzlich ist der Platzanspruch von Ameisen aber nicht so groß bzw. geben sie sich mit dem zufrieden, was Wir ihnen bieten können.

    Man kann eben maximal naturnah halten, in einem entsprechenden Becken, jedoch nie 100%ig das Leben in freier Natur simulieren.


    Für die Tiere sollte das aber recht egal sein, solange die Parameter des Klimas sowie dss Futter stimmen. Platzangebot natürlich auch. Sie rationalisieren ja nicht, vergleichen ihre Lebenssituation nicht mit freien Kolonien, dafür fehlt ihnen schlicht die geistige Kapazität.


    Um deine Bedenken bzw. dein Gewissen zu besänftigen, könntest Du auch eine Art wählen, die keine riesigen Größen erreicht, da bliebe dann mehr Platz pro Ameise auf dem Regal. Oder aber Du wählst Art, die relativ langsam wächst, was Dir mehr Zeit gäbe, bis das Formicarium erweitert werden muss.



    Beste Grüße und schön gesund bleiben,


    Ralph

  • Hallo,


    Zu Ralph Beitrag möchte ich noch ergänzen, dass viele Straßen in der Natur nur gebaut werden weil die Ameisen auf der Suche nach Nahrung sind. Sie würden nicht von sich aus so große Strecken zurück legen, wenn nicht die Notwendigkeit bestehen würde. Diese ist aber durch eim übermäßiges Futterangebot nicht gegeben.


    LG. ForceMaster!

  • Stimmt....

    Danke Ihr Beiden! Ich bin momentan gerade dabei, aufzuzeichnen, zusammenzustellen, die Kosten zu überschlagen, wie ich es mir vorstellen könnte... Wenn ich das fertig habe, stelle ich es zur Begutachtung hier ins Forum. Denn alles soll so gut und richtig wie möglich werden!


    Viele Grüße

    Addi


    (die kommenden Freitag die erste Impfung bekommt!)

  • Nachdem ich die letzte Zeit eine Menge um die Ohren hatte, kann ich mich erst jetzt wieder mehr mit einer möglichen Ameisenhaltung meinerseits beschäftigen.

    Da ich ja nach wie vor Sorge habe, dass (ich würde Lasius niger planen) sie zu wenig Platz und Auslauf haben, habe ich mich nach Behältnissen umgeschaut, die nicht direkt für Ameisen geschaffen wurden. Also z. B. ein Aquarium oder Terrarium (das hat aber Lüftungsschlitze, die wohl zum Ausbruch genutzt werden würden...) in komfortabler Größe, wo ich dann das Nest usw. alles hineinsetzen würde. Würde ich ein Aquarium wählen, dann müsste ich ggf. noch einen Deckel dazu kaufen, sie werden ja i. d. R. ohne geliefert. Auch das Material müsste überlegt werden... Glas ist schwer, Acryl erscheint mir praktischer.

    Da diese Behältnisse nicht für Ameisen konzipiert sind, müsste noch viel dazugebastelt und gebaut werden. Dazu fehlt mir aber die Erfahrung, und ob ich dann die Löcher (z. B. für Schläuche, Versorgung) vernünftig ausarbeiten kann (ohne Risse zu fabrizieren) und sie dann auch noch ausbruchsicher hinzubekommen...

    Ich habe gesehen, dass es auch Terrarien aus Gaze gibt. Aber da würden sie wahrscheinlich auch durchkommen...?!

    So dachte ich, dass es dann vielleicht doch sinnvoller ist, auf Bewährtes zurück zu greifen.

    Es gibt fertige "Startersets", wo dann auch Öffnungen schon dort sind, die man dann nutzen kann oder mit dem mitgelieferten Deckel verschlossen werden können.

    Ich persönlich fände eine Ameisenfarm, die an die Arena angeschlossen ist mittels Schlauch am schönsten. Diese Arenen gibt es in verschiedenen Dicken. Wonach richtet es sich, welche man nimmt? Nur nach der Größe der Ameisen? Oder ist es eigentlich egal, dann können sie mehr graben...

    Eine Arena in einem Antcube eingebaut, würde mir nicht so gefallen. Durch den Schlauch hätten sie mehr Auslauf.

    Insgesamt finde ich diese Startersets ziemlich klein, nach wie vor (...), aber sie sind ja beliebig erweiterbar.

    Nun, das ist erst einmal die grobe Behausung. Jetzt kommt noch einiges dazu:

    - die Belüftung

    - die Bewässerung

    - die Beleuchtung

    - die Messgeräte

    - der Schlauch.

    Proteine würde ich nur schon tot füttern. Das geht doch, oder? Sie brauchen doch keine lebenden Insekten. Maden & Co. kann man ja im Tierbedarf kaufen, und wenn mal eine Mücke oder Fliege von der Wand fällt, kann man sie ihnen sicher auch geben, oder?


    In diversen Filmchen auf Youtube habe ich gesehen, dass die Ameisen im Reagenzglas gehalten werden... Das ist doch viel zu klein... :/


    Viele Grüße

    Addi

  • Hi Addi,


    fangen wir mal an.

    ich würde Lasius Niger planen

    Zur korrekten Schreibweiße: Gattung z.b Lasius schreibt man groß, die Spezies: niger klein.


    Glas ist schwer, Acryl erscheint mir praktischer.

    Bin mir nicht ganz sicher was du mit Acryl meinst, aber eine Glas Arena ist einfach schöner wie alles andere und nach meiner Erfahrung was Ausbruchsschutz angeht auch einfach praktischer.


    Ich habe gesehen, dass es auch Terrarien aus Gaze gibt

    Gaze kenne ich nur aus fein verwobenes Metall, je nach Ausführung in verschiedener Feinheit,

    Solange die Ameise nicht größer ist wie die Feinheit der Gaze, kommt sie da nicht durch.


    Ich persönlich fände eine Ameisenfarm, die an die Arena angeschlossen ist mittels Schlauch am schönsten. Diese Arenen gibt es in verschiedenen Dicken. Wonach richtet es sich, welche man nimmt? Nur nach der Größe der Ameisen? Oder ist es eigentlich egal, dann können sie mehr graben...

    Ja anhand der Größe der Ameisen, Um einen Einblick für den Halter zu gewähren, Wird sie meist so gewählt das sich eine Arbeiterin gerade umdrehen kann, aber keine Möglichkeit hat, so zu zubauen das der Halter keinen Einblick mehr hat.


    Insgesamt finde ich diese Startersets ziemlich klein, nach wie vor (...), aber sie sind ja beliebig erweiterbar.

    Ja sehe ich auch so, natürlich eine kleine Kolonie kommt auch mit 10x10 gut zurecht, auch wenn sie schon ein wenig größer ist.

    Aber in der Natur hat eine Kolonie eigentlich unendlich Platz. (meist wohl nur bis zur nächsten Kolonie.)

    Es gibt kein zu groß, Und bevor immer wieder erweitert werden muss, kann auch gleich etwas größer angeboten werden.

    - die Belüftung

    - die Bewässerung

    - die Beleuchtung

    - die Messgeräte

    - der Schlauch.

    Wenn wir von Lasius niger sprechen:

    Belüftung spielt keine Rolle (mit einer Arena). Ameisen benötigen wirklich sehr wenig Sauerstoff.

    Bewässerung, Wichtig bei kleineren Kolonien das, das Nest befeuchtet wird, (Größere Kolonien können bei genügen Flüssigkeit dies auch selber übernehmen.)

    Beleuchtung spielt keine Rolle,

    Messgeräte werden nicht benötigt. Ameisen nicht dauerhaft der Sonne aussetzten, unter ca -5 Grad kommt auch nicht so gut, ansonsten wenn das Nest Feucht genug ist, passt auch das Klima,

    Schlauch. Wenn genügend Futter in unmittelbarer Umgebung des Nestes gefunden wird, würde wohl kaum eine Art weiter suchen. Aber in der Natur laufen Arbeiterinnen einige Meter bis z.b. bei Camponotus ligniperda 40 Meter ab. Dies liegt meist an den Wünschen des Halters, weniger an den Ameisen.


    Proteine würde ich nur schon tot füttern. Das geht doch, oder?

    Mir sind eigentlich nur einige wenige Exoten bekannt die lebendes Futter benötigen. Für alle Arten die hier leben wird kein Lebendfutter benötigt.


    In diversen Filmchen auf Youtube habe ich gesehen, dass die Ameisen im Reagenzglas gehalten werden... Das ist doch viel zu klein

    Nein, Lasius niger kann sicher bis im dritten Jahr in einem Reagenzglas wohnen, Wenn einem Volk nichts anderes angeboten wird, finden bei Lasius niger, eine Königin und ca um die 100 Arbeiterinnen Platz in einem Reagenzglas.

  • Ganz vielen Dank! Ups, die Schreibweise wusste ich eigentlich..., danke für die Erinnerung!

    (Bleiben wir bei Lasius niger).

    Wenn sie keine Belüftung brauchen (erstaunlich!), wie könnte dann eine Bewässerung aussehen? Es gibt diese Nebleranlagen, die allerdings recht teuer sind.


    Bei diversen Haltern im Netz habe ich Wärmelampen oder Heizdecken gesehen. Sind sie ausschließlich für exotische Arten gedacht oder für die kalte Jahreszeit? Aber da ruhen sie dann doch. Wahrscheinlich ist aber auch in der Zeit eine gleichbleibende bestimmte Temperatur notwendig...

    Nein, Lasius niger kann sicher bis im dritten Jahr in einem Reagenzglas wohnen, Wenn einem Volk nichts anderes angeboten wird, finden bei Lasius niger, eine Königin und ca um die 100 Arbeiterinnen Platz in einem Reagenzglas.

    Das würde ich dann aber nicht machen wollen...


    Viele Grüße

    Addi

  • Hallo Addi,


    Würde ich ein Aquarium wählen, dann müsste ich ggf. noch einen Deckel dazu kaufen, sie werden ja i. d. R. ohne geliefert. Auch das Material müsste überlegt werden... Glas ist schwer, Acryl erscheint mir praktischer.

    Bei einem Aquarium besteht nur immer die Gefahr, dass die Kanten mit deutlich mehr Silikon verklebt sind als bei extra für Ameisen angefertigten Formicarien. Sie könnten sich an diesen Stellen durchbeissen, was sie aber sicher nicht machen werden solange sie genügend Platz und Futter haben.


    Wenn sie keine Belüftung brauchen (erstaunlich!), wie könnte dann eine Bewässerung aussehen? Es gibt diese Nebleranlagen, die allerdings recht teuer sind.

    Das Nest einfach mit einer Pipette und später mit einer Spritzflasche befeuchten. Die Arena kanns du hin und wieder mit einer Sprühflasche befeuchten. Das RG muss nicht befeuchtet werden.


    Bei diversen Haltern im Netz habe ich Wärmelampen oder Heizdecken gesehen. Sind sie ausschließlich für exotische Arten gedacht oder für die kalte Jahreszeit? Aber da ruhen sie dann doch. Wahrscheinlich ist aber auch in der Zeit eine gleichbleibende bestimmte Temperatur notwendig...

    Manche nicht einheimischen Arten aus wärmeren Regionen brauchen eine zusätzliche Wärmequelle. Für einheimische Arten werden sie lediglich eingesetzt um das Kolonienwachstum zu fördern. Es ist aber nicht notwendig.


    LG. ForceMaster!

  • Das klingt ja alles insgesamt, als wäre es nicht zu kompliziert zu beginnen.

    Wie ist es denn mit der Winterruhe? Müssen sie in den Kühlschrank? Oder kann ich das gesamte Nest z. B. in den Keller (oder auf den Balkon) stellen.

    Wenn sie im Reagenzglas ankommen, legt man das dann einfach in die Arena und lässt ihnen die Zeit, die sie brauchen?


    Viele Grüße

    Addi

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